38 Kommunen und Gemeinden bilden gemeinsam mit Chemnitz die Kulturregion, die im Jahr 2025 Europäische Kulturhauptstadt sein wird. Bis zum Jahr 2025 und darüber hinaus wird der PURPLE PATH, ein großer Skulpturen-, Kunst- und Macherweg und Flagship der Kulturhauptstadt in der Region entstehen.

In den nächsten Wochen und Monaten finden entlang des Lila Pfads zahlreiche Veranstaltungen statt, die zeigen: der PURPLE PATH ist eröffnet! Wir laden euch ein, dabei zu sein und gemeinsam mit uns unsere Traditionen und Geschichte zu untersuchen und diese neu zu interpretieren.

Der PURPLE PATH schafft eine Verbindung, denn der Kunstweg aus Skulpturen und Interventionen internationaler und lokaler Künstler:innen verbindet Städte und Gemeinden und entfaltet eine europäisch begründete Geschichte des Bergbaus und der Industrialisierung. Schon heute sind Künstler:innen aus weit mehr als 40 Nationen eingeladen.

Ebenso möchten wir unser Verständnis für ein friedliches Miteinader und den friedvollen Umgang mit der Natur ins Zentrum unseres Tuns stellen. Denn: der PURPLE PATH steht für Gemeinsamkeit in guter Nachbarschaft, kulturelle Erneuerung aus Respekt gegenüber der Tradition, ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Und er steht für eine tolerante Kultur, die Sachsen und Deutschland, Europa und die Welt von Herzen willkommen heißt.

In zahlreichen Gesprächsveranstaltungen, Workshops, Konzerten, Festivals sowie Ausstellungen reflektieren wir unsere Kulturregion neu. Gemeinsam mit den neu gegründeten Makerhubs und den Hochschulen der Region skizzieren wir so neue Ideen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, gerade auch für junge Menschen. Wie ein großer Sternenhimmel breiten sich die vielfältigen Aktivitäten regionaler Museen und Kunsthäuser, der Stätten des UNESCO Weltkulturerbes, der Kirchen und der ökologischen Landwirtschaft, der Gedenkstätten für die Opfer totalitärer Systeme und vieler weiterer Institutionen aus.

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Willkommen am PURPLE PATH!

Thalheim/Erzgebirge, Villa Neukirchner // 13. August // 15 Uhr

Auftakt zur Errichtung des PURPLE PATH ist am 13. August 2022 in der Stadt Thalheim, dort an einem historischen Ort: Der Villa Neukirchner.

Der international renommierte Bildhauer und Maler Friedrich Kunath, 1976 in Karl-Marx-Stadt geboren, präsentiert vor der, vom Thalheimer Textil Fabrikanten Bruno Neukirchner um 1890 errichteten Villa, eine siebenteilige Skulpturengruppe mit dem Titel „Include me out“.  Sechs Bronzen, Figuren hochgewachsener Fichten halten sich an den Händen. Eine Kleine scheint sich ausgeschlossen zu fühlen. Gute Kunst an einem guten Ort.

Die derzeitige Planung sieht folgende Gäste zur Begrüßung vor:

  • Nico Dittmann, Bürgermeister der Gemeinde Thalheim/ Erzgebirge
  • Staatssekretär Prof. Thomas Popp, Beauftragter der Staatsregierung für die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025, In Vertretung des Ministerpräsidenten Michael Kretschmer
  • Dagmar Ruscheinsky, Bürgermeisterin für Bildung, Soziales, Jugend, Kultur und Sport, Chemnitz
  • Sylvia Schlicke, Gemeinnützige Stiftung Tholm, Thalheim
  • Alexander Ochs, Kurator des PURPLE PATH, Flagship-Projekt des Kulturhauptstadt-Programms
  • Stefan Schmidtke, Geschäftsführer Programm, Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH

Die Präsentation findet im Rahmen des internationalen Kunstfestivals BEGEHUNGEN 2022 im Thalheimer Erzgebirgsbad statt.

Ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Ehrenfriedersdorf, Innenstadt // 6. August // ab 14 Uhr

Im 13. Jahrhundert fanden die Menschen dort Zinn, heute präsentieren sie Sounds. Ehrenfriedersdorf spielt auf und lädt zum Musik-Neinerlaa. 25 Acts auf neun Bühnen und die Innenstadt wird zum großen Konzertsaal unter freiem Himmel. Ein intensives Ereignis für die Bergstadt und ihre Gäste!

Thalheim/Erzgebirge, Erzgebirgsbad // 13. August // 17 Uhr

Die Ehrenfriedersdorfer Bürgermeisterin Silke Franzl, der Kurator des PURPLE PATH Alexander Ochs diskutieren im Rahmen des Festivals Begehungen 22 im Erzgebirgsbad über Kultur, Europa und das Erzgebirge mit Bürger:innen sowie Gästen aus der Kreativwirtschaft, Kommunalpolitik und Tourismus.

Hier geht’s zur Website des Festivals.

Thalheim/Erzgebirge, Evangelisch-Lutherische Kirche // 14. August // 9:30 Uhr

Die Europäische Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 entwickelt mit Prayers + Angels ein eigenes Programm für christliche, jüdische, islamische und andere Glaubensgemeinsschaften, in dessen Mittelpunkt das Format Die Europäische BergPredigt(Rede) steht. Die Evangelische Kirche Thalheim lädt zum Gottesdienst und konnte Dr. Ellen Ueberschär, die langjährige Generalsekretärin des Evangelischen Kirchentages und Vorständin der Stephanus-Stiftung, Berlin als Predigerin gewinnen.

Aue-Bad Schlema, Kurpark Bad Schlema // 3. September // 16 Uhr

Mit Tony Cragg zieht ein weltweit aktiver Künstler in den Skulpturenparcours des PURPLE PATH ein. Geboren 1949 in Liverpool wurde er sehr früh zu großen Ausstellungen wie der documenta 7 und 8 sowie zur Biennale di Venezia, der Bienal de São Paulo oder der Biennale of Sydney eingeladen. Von 2009 – 2013 war Tony Cragg Rektor der Kunstakademie Düsseldorf. Auch in Chemnitz ist er kein Unbekannter, präsentierten die dortigen Kunstsammlungen doch 2001 eine große Solo-Ausstellung des Künstlers. Die Form der 2019 entstandenen, fast vier Meter hohen Bronze Stack könnte auch an die Darstellung aufgeworfener Erde auf der mittleren Tafel des Annaberger Bergaltars erinnern. Dieses am Anfang des 16. Jahrhunderts von Bergleuten beim Nürnberger Maler Hans Hesse in Auftrag gegebene Kunstwerk stellt eine wesentliche Initiative für die konzeptionelle Ausgestaltung des PURPLE PATH dar. Im Kurpark Bad Schlema findet sich die Skulptur Tony Craggs in der direkten Nachbarschaft zum ehemaligen Wismut-Schacht 7.0, aus dem seit 1947 in einer Tiefe von bis zu 278 Meter Uran für die Sowjetunion gefördert wurde. Durch ihn und andere benachbarte Schächte wurde der gesamte ehemalige Kurpark zerstört. Erst gegen Ende der 1990er Jahre wurden die Schächte verfüllt und darüber eine grüne Wiese gesät. Zur Eröffnung spielt das Bergmannsblasorchester Aue-Bad Schlema e.V. 

Ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Chemnitz, Stadtkirche St. Jakobi // 11. September // 11 Uhr

Die am sächsischen Jakobsweg gelegenen Kirchen verbinden sich auch durch die Kunst am PURPLE PATH. Den Anfang macht die Chemnitzer Stadtkirche St. Jakobi und präsentiert eine Arbeit des 1945 geborenen britischen Künstlers Richard Long. 1972 und 1982 war Long als ein Vertreter der Landart bei der weltweit wichtigsten Ausstellung, der documenta in Kassel. Der mit dem Turner Preis London und dem Kunstpreis Aachen ausgezeichnete Long legte 1967 mit A Line Made by Walking seine erste Arbeit vor. Er trat mit seinen Füßen einen Pfad in eine Wiese und erklärte diese zur Kunst. Seither widmete der Künstler seine Arbeit der Natur und oft auch ihrer Rettung. Das kreisrunde Werk Petrified Wood Circle (2000) besteht aus vor Millionen Jahren versteinertem Zedern- und
Rotholz und findet seinen Platz vor dem spätgotischen Flügelaltar im Chor der Kirche. Von hier führt der Pilgerweg in die Europäische Kulturhauptstadt 2000, Santiago de Compostela, in der Richard Long am Ende des Jakobsweg das Kunstwerk Camino – Hands schuf.

Hochschule Mittweida, Museumsdepot und Freifläche // 16 + 17. September // jeweils 11 Uhr

Die Judensau an der Wittenberger Kirche oder vereinzelte Kunstwerke bei der Kasseler documenta fifteen … auch in der Kultur erleben wir indifferente wie dunkle Haltungen und aggressive Positionen in unserer Gesellschaft, die längst überwunden schienen. Antisemitismus und Rassismus erleben auch in Deutschland eine Renaissance nicht zu erwartenden Ausmaßes. Um so mehr mag es erstaunen, dass sich gerade in den letzten Jahren viele junge Juden der so genannten Enkelgeneration in Deutschland und speziell in Berlin niedergelassen
haben. Auf Einladung des israelischen, in Berlin lebenden Foto-Künstlers Benyamin Reich treffen sie sich nun in Mittweida und beraten gemeinsam mit dem Mittweidaer Historiker Dr. Jürgen Nitsche die Inhalte ihrer Ausstellung „Die dritte Generation. Diesmal bleibt der Koffer hier“, die 2025 in Mittweida stattfinden soll.
Begleitet von einer öffentlich zugänglichen Schabbat-Feier und einer Tanz-Performance umkreisen sie kulturelle, spirituelle und politische Fragestellungen zu ihrem Leben in Deutschland. Neben Benyamin Reich nehmen rund dreißig jüdische Gäste, darunter die Künstlerin Roey Victoria Heifetz, die Schriftsteller und Essayisten Dory Manor und Moshe Sakal, der Rabbiner und Autor Netanel Olhoeft, der Historiker und FAZ-Autor Simon Strauß sowie der Tänzer Shai Ottolenghi und der Musiker Ronen Shifron teil.

Alle Veranstaltungen sind öffentlich; Veranstalter sind die Stadt Mittweida und Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Mit der Bitte um Anmeldung bei Daniel Dost: dost@c2025.eu.

Annaberg-Buchholz, Waldschlösschen Park // 17. September // 15 – 22 Uhr

Viele stellen die Frage nach der Beteiligung sächsischer Künstler:nnen am PURPLE PATH und sicher gibt der vom Buchholzer Künstler Jörg Seifert initiierte Workshop „Der Annaberger Impuls!“ eine erste Antwort. Neun Bildhauer aus Annaberg-Buchholz, Aue-Bad Schlema, Augustusburg, Glauchau, Kürbitz, Oederan und Streckewald treffen sich für zehn Tage im Wald und schaffen Kunstwerke, schnitzen, hauen und sägen Skulpturen aus Holz. Die so entstandenen Kunst-Stücke werden im Rahmen eines großen Bürger:innen- und Kinderfestes am 17. September im Waldschlösschenpark präsentiert und später in den Skulpturenparcours am PURPLE PATH integriert. Beim Fest spielen u.a. die Jazzmusiker Alfons Weber & Friends sowie Alexander Krohn und seine Band Britannia Theatre aus Berlin.

Eine Veranstaltung von Kunstkeller Annaberg e.V. und den Co-Organisatoren Große Kreisstadt Annaberg-Buchholz, Pro Buchholz, Freiwillige Feuerwehr Buchholz, Kirchgemeinde, Anna + Sascha e.V. und Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Lößnitz, Hospitalkirche St. Georg // 18. September // 15 Uhr

Im 19. Jahrhundert wurde in Lößnitz Schiefer abgebaut, in der Sonne schwarz glänzende Dächer zeugen ebenso davon wie verwitterte aus Schiefer gefertigte Grabsteine auf dem Friedhof hinter der Lößnitzer Hospitalkirche St. Georg. Diese soll bis 2025 zur Kunstkirche transformiert werden und die raumgreifende Arbeit Universe in a Pearl der dann 81-jährigen Künstlerin Rebecca Horn aufnehmen. Erste Schritte dahin sind der partielle Rückbau der Kirchenbänke, die Unterzeichnung einer Charta sowie die Schaffung und die Einweihung einer Tafel zum Immateriellen UNESCO Welterbe Friedhofskultur. Im Rahmen eines Gottesdienstes hält Hannes Langbein eine künstlerische Predigt. Langbein ist Pfarrer, Direktor der Stiftung St. Matthäus Berlin, Kunstbeauftragter der EKBO und Präsident der Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche artheon.

Flöha, alter Bahnhof // 23. September // 17 Uhr

„Da kommt nur fremdes Volk ins Dorf“ sagten die Flöhaer Bürger:innen und lehnten den Bau eines Bahnhofs ab. Trotzdem, 1862 wurde mit den Arbeiten begonnen, 1866 wurde er mit dem Start der Zschopau-Eisenbahn in den Dienst genommen. In den 1990er Jahren wurde das Bahnhofsgebäude geschlossen und ist so zunehmend dem Verfall preisgegeben. In Vorbereitung der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 wird der Bahnhof renoviert und zum Kunstort entwickelt.
Ein erster Schritt ist getan: Mit Unterstützung der DB Deutsche Bahn und der Gemeinde Flöha schuf die in Berlin lebende Künstlerin Tanja Rochelmeyer zwei je gut 100 Meter lange Wandbilder in der Unterführung und den Aufgängen zu den
Bahngleisen. 38 farbige Tafeln stehen für 38 Kommunen am PURPLE PATH. Rhythmisch wiederholen sich die Motive. Die Künstlerin gab ihrer Arbeit den Titel „Glance“,  ins Deutsche übersetzt meint dies: einen flüchtigen Blick werfen. Vielleicht einen Blick aus dem Fenster eines fahrenden Zuges?

Burgstädt, Innenstadt // 3. Oktober // 11 – 18 Uhr

In Burgstädt leben und arbeiten Macher:nnen wie Peggy und Patrick Walter, die ihre Liebe zur Schokobohne im karibischen Belize auf einer Weltreise mit dem Fahrrad entdeckten. Oder Menschen wie das portugiesisch-deutsche Paar Diana und João Grincho. Während die Walters die Rohstoffe für ihre handgefertigte Schokolade Choco Del Sol aus landwirtschaftlichen Kooperativen im Süden von Belize beziehen, produziert der aus der Nähe von Lissabon stammende João Grincho köstliche Nudeln nach uralten portugiesischen Rezepten. Vielleicht sind es BürgerInnen wie die genannten, die die Stadt Burgstädt animierten sich als Teil der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 als Stadt, die genießt zu bezeichnen. Nun lädt Burgstädt zum ersten großen Genießer-Fest rund um den Taurasteinturm als einem Wahrzeichen der Stadt ein. 2025 soll der Turm eine wesentliche Rolle als Archiv für aus Burgstädt stammende Künstler:innen spielen. Kreative, die wir als die Seele einer Stadt verstehen. Und daher wird der in Berlin lebende Konzeptkünstler Via Lewandowsky ein Modell seiner für 2025 geplanten Lichtskulptur Seele schon jetzt installieren.

Neukirchen/Erzgebirge, Makerhub NETZ-Werk // 5. Oktober// 10 Uhr

Nach einem langen und intensiven Findungsprozess konnten im Juni 2022 acht Standorte für die Makerhubs aus dem Kulturhauptstadt Flagship-Programm Makers, Business & Arts verkündet werden. Platz finden sie in Augustusburg, Etzdorf, Limbach-Oberfrohna, Lößnitz, Mittweida, Schneeberg, Zwönitz wie auch in einem leerstehenden Autohaus in Neukirchen. Hier erleben wir den zweiten Makers Day, federführend veranstaltet von Kreatives Sachsen e.V.. Über den Ersten schrieb Jacob Strobel, Professor für Holzgestaltung an der AKS – Hochschule in Schneeberg: “Menschen laufen mit Regenschirmen über dem Kopf und mitgebrachten Sitzgelegenheiten unter dem Arm dem historischen Herrenhaus Auerhammer entgegen. Dahinter ein Bus voller rapid prototyping Technik und ein kurzfristig organisiertes Zelt. Darin, zu sehen und zu hören, Geschichten über den Weltraum, Exponate einer europäischen Design-Ausstellung, die Erfolgsstory eines bundesweit tourenden Maker Busses und begreifbare und ergreifende, (hyper-)regionale Volkskunst. Wie geht das – was irrwitzig klingt – zusammen? Sehr gut. Weil diese Menschen etwas verbindet: Der Geist des Machens, der einen Hutzenabend vermutlich ebenso inspiriert wie eben einen Makers Day”.

Eine Veranstaltung von Kreatives Sachsen e.V., Josephine Hage, und dem Förderverein – FreundInnen der europäischen Kulturregion Chemnitz 2025 e.V., Bernd Birkigt, sowie der Gemeinde Neukirchen/Erzgeb., Bürgermeister Sascha Thamm. Mit der Bitte um Anmeldung bei Bernd Birkigt: kultur@c2025.eu.

Stollberg, Bürgergarten // 6. Oktober // 19 Uhr

Sprechen zwischen den Stühlen ist der Titel einer von Pfarrer Holger Bartsch initiierten Gesprächsreihe, in der unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen, oft auch konträren Haltungen über bis heute verschwiegene Erfahrungen aus ihrer Zeit in der DDR sprechen. Das ehemalige Frauengefängnis Hoheneck erinnert nicht nur an Zwangsadoption, Folter und Menschenhandel. Die Burg Hoheneck mit ihrer Präsenz im Landschaftsbild steht symptomatisch für die Spuren, die Angst und Einschüchterung in der DDR-Zeit unter den Menschen hinterlassen hat. Was macht es mit einer Gesellschaft, dem Miteinander, dem Vertrauen, wenn sie Denunziation aus ihrer Mitte und in ihrer Mitte erlebt. Wenn sie selber zum Instrument der Einschüchterung wird. Welche Folgen hinterlässt die Erfahrung, dass jeder ein Denunziant sein könnte in Familien und der Mehrheitsgesellschaft? Biografische Abschnitte ehemaliger politischer Gefangener wahrzunehmen könnte uns sensibler und achtsamer für die Folgen der Einschüchterung unter uns allen machen. Holger Bartsch spricht mit zwei Insassinnen des Gefängnisses Hoheneck: der Religionspädagogin Eva-Maria Cramer und der Künstlerin Gabriele Stötzer. Die Burg Hoheneck liegt am PURPLE PATH und wird als Ort kultureller Intervention die Vergangenheit in vielfältiger Art und Weise aufgreifen und ihre Auswirkung ins Heute transformieren.


Eine Kooperation zwischen der Gedenkstätte Hoheneck und der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Mit der Bitte um Anmeldung bei Holger Bartsch: pfarrer@kulturkirche2025.de.

Neukirchen/Erzgebirge, Makerhub NETZ-Werk // 8. Oktober //

Bürgermeister Sascha Thamm lädt ins NETZ-Werk ein.

Amtsberg, Sport- und Freizeithalle Weißbach // 12. Oktober // 9:30 – 12:30 Uhr

Chemnitz und seine Region sind auf dem Weg zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025. 38 Kommunen haben sich ihr angeschlossen und bilden so ein großes Gewicht in der Balance zwischen Chemnitz und der Region. Das Tempo wie auch die Intensität des Prozesses sind in den einzelnen Städten und Gemeinden noch sehr unterschiedlich. 26 Monate vor der offiziellen Eröffnung der Kulturhauptstadt stellen wir uns die Frage: Stehen wir noch oder gehen wir schon? Eingeladen sind Mitarbeiter:innen aus den Verwaltungen aller Kommunen und andere Aktive am PURPLE PATH.

Eine Veranstaltung der Gemeinde Amtsberg, des Fördervereins – FreundInnen der europäischen Kulturregion Chemnitz 2025 e.V. und des Teams PURPLE PATH. Nur mit Einladung. Bei Interesse schreiben Sie bitte an Alexander
Ochs: ochs@c2025.eu.

Limbach-Oberfrohna, Esche-Museum // 22. Oktober // 15 Uhr

Niederwiesa, Historische Schauweberei Braunsdorf // 23. Oktober // 15 Uhr

Anja Schwörer lebt in Berlin und entwickelt aus und mit Textilien Kunstwerke. In einem Workshop vermittelt sie unterschiedliche Ideen einer Formgestaltung und eines Flächendesigns für Fahnen. Gemeinsam entwickeln die Teilnehmer:innen des Workshops unterschiedliche Muster aus unterschiedlichen Stoffen, deren Hintergrund jeweils die Farben der Wappen der am PURPLE PATH beteiligten Kommunen sein könnten. Im Zentrum der Initiative steht der Recycling-Gedanke,
also schon gebrauchte Stoffe zu verwenden. Später sollen für die Fahnen Halterungen aus möglichst gebrauchtem Material gefunden werden, um damit die Stadtkulisse aller beteiligten Kommunen am PURPLE PATH zu kommentieren, zu
verschönern und zu schmücken. So schaffen die United Flags Identität und Zusammenhang der Kulturregion 2025.

Zu den ersten Workshops mit Anja Schwörer laden das Esche-Museum
Limbach-Oberfrohna und das Museum Schauweberei Braunsdorf, Niederwiesa ein.

Eine Veranstaltung der Museen und Chemnitz Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Mit der Bitte um Anmeldung bei Dr. Barbara Wiegand-Stempel: museumsleiterin@limbach-oberfrohna.de für das Esche-Museum oder
Andrea Weigel: andrea.weigel@historische-schauweberei-braunsdorf.de für das Museum Historische Schauweberei Braunsdorf/Niederwiesa.

Jahnsdorf, Sportgaststätte Leukersdorf // 28. Oktober // 19 Uhr

Claudia Lappöhn, “ausgezeichnete Macherin” und Köchin aus Leidenschaft, erforscht seit vielen Jahren die Speisen des Erzgebirges. Sie teilt mit der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 die Auffassung, dass gutes Essen nie “national” war und immer aus vielen Einflüssen internationaler Migrant:innen entstand. Mit ihrer auf vier Abende angelegten Feinschmecker-Reise will sie dies beweisen.

Reservieren Sie Ihren Tisch für den ersten literarisch-lukullischen Abend: 0371 – 220 733

Amtsberg, Sport- und Freizeithalle Weißbach // 12. Oktober // 9:30 – 12:30 Uhr

Chemnitz und seine Region sind auf dem Weg zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025. 38 Kommunen haben sich ihr angeschlossen und bilden so ein großes Gewicht in der Balance zwischen Chemnitz und der Region. Das Tempo wie auch die Intensität des Prozesses sind in den einzelnen Städten und Gemeinden noch sehr unterschiedlich. 26 Monate vor der offiziellen Eröffnung der Kulturhauptstadt stellen wir uns die Frage: Stehen wir noch oder gehen wir schon? Eingeladen sind Mitarbeiter:innen aus den Verwaltungen aller Kommunen und andere Aktive am PURPLE PATH.

Eine Veranstaltung der Gemeinde Amtsberg, des Fördervereins – FreundInnen der europäischen Kulturregion Chemnitz 2025 e.V. und des Teams PURPLE PATH. Nur mit Einladung. Bei Interesse schreiben Sie bitte an Alexander Ochs: ochs@c2025.eu.

Ehrenfriedersdorf, Museum in der Zinngrube // 1. November 2022 – 30. Mai 2023

Die Stadt Ehrenfriedersdorf und das Zinn-Bergbaurevier rund um den Sauberg haben im Verlauf ihrer über 800-jährigen Geschichte einer ganzen Reihe von Künstler:nnen als Motiv gedient. Die Ausstellung „Das Ehrenfriedersdorfer Bergbaurevier im Spiegel der Kunst“ thematisiert die künstlerische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Facetten des Bergbaus. Ihr Fokus reflektiert die Frage, wie sich historische, biografische und emotionale Bindungen und Verbindungen in den Werken der präsentierten Künstler:innen widerspiegeln.

Chemnitz, Straßenbahnmuseum // 3. November // 16 Uhr

Schon im 16. Jahrhundert diente die aus Zinn gefertigte Figur des Bergmanns als Kerzenständer in den Kirchen des Erzgebirges. Mitte des 19. Jahrhunderts wird das Weihnachtsfest zum Lichterfest und dem Bergmann wird ein weiblicher Engel an die Seite gestellt. Seither gehört das Paar zur kulturell-spirituellen Grundausstattung des Erzgebirges und darüber hinaus. Freilich verkommen manche der heute hergestellten Skulpturen zum seelenlosen Design-Marktartikel und entwerten so Geschichte wie Wertigkeit des Paares. Die in Berlin lebende Bildhauerin Christina Doll, eine Künstlerin mit urgroßväterlichen Wurzeln in Freiberg fasst das Thema neu. Ihr Engel trägt die Züge einer vom Downsyndrom
Betroffenen, ihr Bergmann folgt einer figürlichen Idee Lucas Cranachs ebenso wie einer Fotografie eines Wismut-Kumpels aus der Sammlung des Haus Aktivist in Bad Schlema.

Mit der Bitte um Anmeldung bei Holger Bartsch: pfarrer@kulturkirche2025.de oder Alexander Ochs: ochs@c2025.eu.

Ehrenfriedersdorf, Sauberg // 5. November // 15 Uhr

Der 1957 in Essen geborene Bildhauer Carl Emanuel Wolff ist ein Kind des Ruhrgebiets. Er studierte bei Gotthard Graubner an der Kunstakadamie Düsseldorf, vertrat Deutschland schon 1986 bei der Bienal de São Paulo und wurde in zahlreichen Museen wie dem Lehmbruck Museum Duisburg ausgestellt. Für dieses entstand die erste Gruppe seiner aus Bronze gegossenen Wildschweine. Zum Gründungsmythos des Bergbaus in Ehrenfriedersdorf gehört die Geschichte der Wildschweine, die sich an einem Felsen rieben und dabei Zinn zum Vorschein kam. Die Geschichte gab dem Ort der späteren Zinngrube den Namen
Sauberg und hier – vor dem Museum – finden die Kunstwerke ihren Platz.

Ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Hohenstein-Ernstthal, Hotel Drei Schwanen // 9. November // 9 Uhr

Bald fünfzig Museen und Galerien, große und kleine, kommunale und staatliche, private und privat initiierte finden wir in Chemnitz und den anderen Kommunen am PURPLE PATH. Was tun sie, was planen sie für das Jahr 2025 und die Jahre bis dahin. Wo gibt es gemeinsame Themen und wie vernetzen sie sich unter dem Dach der Europäischen Kulturhauptstadt 2025. Wie machen sie sich fit für Europa und wie hilft die Kulturhauptstadt den guten Ruf der sächsischen Museen in alle Welt zu tragen. Mit Maria Palm, Leiterin des Textil- und Rennsportmuseums Hohenstein-Ernstthal, Dr. Barbara Wiegand-Stempel, Esche-Museum, Limbach-Oberfrohna, Andrea Weigel, Historische Schauweberei Braunsdorf/Niederwiesa, Dr. Jens Beutmann, Kurator für “Bergbau”am smac – Staatliches Museum für
Archäologie Chemnitz, Claudia Großkopp, Direktorin Straßenbahnmuseum Chemnitz und vielen anderen.


Eine Veranstaltung der Stadt Hohenstein-Ernstthal, des Textil- und Rennsportmuseums Hohenstein-Ernstthal und der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.


Nur mit Einladung. Bei Interesse schreiben Sie bitte an Alexander Ochs: ochs@c2025.eu.

Schwarzenberg, Besucherbergwerk Zinnkammer Pöhla // 9. Dezember // 19 Uhr

Im Jahr 2021 gründete der Verein der FörderInnen der Kulturhauptstadt in der Region sein Programm „Ausgezeichnete Macher“. „Ausgezeichnete Macher“ und Macherinnen sind Menschen aus der Region, denen zueigen ist, etwas Besonderes
besonders gut zu machen. Das kann ein:e Spielzeugmacher:in, ein:e Modedesigner:in, das können Handwerker:innen, Ingenieur:innen, Künstler:innen oder der:die Leiter:in eines Museums sein. Ausgezeichnete Macher sind Köch:innen, Gastwirt:innen, Ökologen, Hoteliers, Wasserstoff-Spezialist:innen,
Design-Professor:innen oder Erfinder:innen von Ausstellungsräumen. Sie alle kommen aus der Region, sie alle feiern gemeinsam Weihnachten untertage.

Ein Weihnachtsabend der Stadt Schwarzenberg und des Fördervereins – FreundInnen der europäischen Kulturregion Chemnitz 2025 e.V.

Nur mit Einladung. Bei Interesse schreiben Sie bitte an Bernd Birkigt: kultur@c2025.eu.

Foto auf der Startseite: Johannes Richter

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