Der Titel Europäische Kulturhauptstadt 2025 ist eine großartige Chance unsere Stadt zu entwickeln und voranzubringen. So wollen wir kreativ und mutig die eigenen Herausforderungen angehen um Neues entstehen zu lassen.

Den Weg bis zum Kulturhauptstadtjahr 2025 sehen wir dabei als einen Prozess, in dem wir eine Menge Lernen und Erfahrungen machen dürfen.

Eine Kulturhauptstadt Europas zu organisieren ist eine große Aufgabe, die für die meisten neu ist – seien es Mitglieder des Kulturhauptstadt-Teams, Mitwirkende am Kulturprogramm oder Mitarbeiter:innen der Stadtverwaltung. Mit der Bewältigung dieser Aufgabe entstehen so neue Kapazitäten, Kompetenzen und Verbindungen, die auch nach 2025 in der Region erhalten bleiben.

Deshalb wollen wir uns bestmöglich vorbereiten und schon frühzeitig in den Lernprozess starten.

Eine tolle Möglichkeit für uns, um in diesen Lernprozess zu starten, waren hier die “Academy Camps”. Diese Trainings sind für Mitarbeitende und Projektpartner:innen aus allen kommenden Kulturhauptstädten Europas offen. Hier geht es darum,  Kompetenzen zu entwickeln, sich auf Augenhöhe auszutauschen, voneinander zu lernen und neue Techniken und Praktiken auszuprobieren. Häufig werden diese Prozesse auch als  “capacity building” bezeichnet.

Abgesehen von Lern- und Austauschformaten, die in den Städten selbst organisiert werden, hat auch die Europäische Kommission ein Projekt zur Kompetenzentwicklung ins Leben gerufen, um die Kulturhauptstädte auf ihrem Weg zu unterstützen. Im Rahmen des Projekts “Capacity Building for European Capitals of Culture“ werden zukünftige europäische Kulturhauptstädten sogenannte “Academy Camps” angeboten: eine Reihe von Sessions zu einem spezifischen Thema.

Organisiert werden die “Academy Camps” schließlich von internationalen Partnerorganisationen, wie Interarts, die nicht nur über viel Erfahrung auf diesem Gebiet verfügen, sondern auch mit einer Vielzahl internationaler Expert:innen zusammenarbeiten. In enger Zusammenarbeit mit der jeweiligen Stadt und deren Kulturhauptstadt-Teams können so spannende und hilfreiche Workshops auf die Beine gestellt werden.

Das erste „Academy Camp“ fand 2020 in Elefsina, Griechenland, zum Thema Audience Development statt, das Zweite konnten wir 2021, zumindest virtuell, nach Chemnitz holen. Unser Fokus lag besonders auf Digitalen Ansätzen zur Programmentwicklung, weshalb wir im Frühjahr erste Trainings zu Open Data and Evaluation, digitalen Gemeinschaften und Kommunikation durchgeführt haben. Zwei weiteren Online-Sessions Anfang Oktober schlossen unser „Academy Camp“ ab.

Doch damit sind die “Academy Camps” nicht beendet, schon bald geht es im ungarischen Veszprém, der europäischen Kulturhauptstadt 2023, weiter.

Um auch nach den Workshops noch weiterlernen und entdecken zu können, entsteht im Rahmen der „Academy Camps“ auch ein eigener Podcast, in dem es Einblicke in verschiedene Projekte gibt und sich Expert:innen aus verschiedenen Bereichen zu ihren Erfahrungen austauschen. Auch über unsere Sessions wird es neue Folgen geben. Diese sind aktuell  in der Produktion. Bis dahin lohnt es sich aber, schon mal in die Folgen des ersten „Academy Camps“ in Elefsina reinzuhören.

Hier geht’s zum Podcast

Zwar sind die Chemnitzer Sessions der “Academy Camps” damit vorbei, doch das “capacity building” geht bei uns eigentlich erst richtig los. Mit den “MakerAteliers” starten spannende Workshops und Trainings auf deutsch, in denen allerlei Handwerkszeug, welches für ein erfolgreiches Kulturhauptstadtprojekt nötig ist, erlernt werden kann.

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