Am Freitag, dem 10. Mai, feiert die Stadt Chemnitz den 20. Jahrestag der EU-Osterweiterung. Dafür reisen der damalige Erweiterungskommissar der Europäischen Union, Prof. Günter Verheugen, der ehemalige tschechische Ministerpräsident Vladimír Špidla sowie die polnische EU-Parlamentarierin und Publizistin Róża Thun nach Chemnitz. Daneben kommen auch Oberbürgermeister Sven Schulze, die Sächsische Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung, Katja Meier, sowie der Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Dr. Roland Löffler, zu Wort.

Im Zentrum der Podiumsdiskussion stehen der Rückblick auf die Beitrittsverhandlungen und der Werdegang der gewachsenen Gemeinschaft der 27 Mitgliedsstaaten. Sieben Monate vor dem Kulturhauptstadtjahr wird ebenfalls hinterfragt, welche Rolle Chemnitz als Kulturhauptstadt zu Nachbarländern wie Polen und Tschechien einnehmen kann. Moderiert wird der Gesprächsabend von der freien Journalistin und Osteuropa-Expertin Gemma Pörzgen. Sie ist Chefredakteurin der Zeitschrift „Ost-West. Europäische Perspektiven“ und arbeitet unter anderem als Online-Redakteurin beim Deutschlandfunk.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion lädt die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH zu einem internationalen Stehimbiss mit kurzen kulturellen Beiträgen im Erdgeschoss des Luxors ein. Chemnitzer Vereine mit Migrationshintergrund bringen selbstzubereitete Kostproben aus ihren Heimatländern mit und freuen sich auf den Austausch.

Der Eintritt ist kostenfrei.

Zu dieser Veranstaltung laden die Stadt Chemnitz, die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung und die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH ein.

Hintergrund

Alljährlich organisiert die Stadt Chemnitz rund um den Europatag am 10. Mai abwechslungsreiche Beiträge zur Europäischen Union. Mit der diesjährigen Podiumsdiskussion und Straßenbahntaufe liegt der Fokus auf dem Jubiläum der Osterweiterung und der Rolle der Stadt als Brückenbauer zwischen Ost und West.

Anlass dazu gibt die historisch einmalige Erweiterung der Europäischen Union am 1. Mai 2004 von 15 auf 25 Mitglieder. Mit den baltischen Staaten Estland, Lettland, Litauen, den osteuropäischen Nachbarn Polen, Slowenien, Slowakei, Ungarn und der Tschechischen Republik sowie den Inselstaaten Zypern und Malta wuchs die Europäische Union über Nacht um 75 Millionen Bürger:innen.

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