Bis Februar 2024 konnten sich Vereine, Initiativen und Einzelpersonen mit ihrer Idee für eine Mikroprojekt-Förderung bewerben. Die Entscheidung traf eine achtköpfige Jury mit je vier Akteur:innen aus der Stadt Chemnitz und der Kulturhauptstadt-Region. Es haben 20 aus insgesamt 150 Projektideen den Zuschlag bekommen. Damit wurden in der dreizehnten Runde nicht nur mehr als doppelt so viele Anträge wie in der vergangenen Runde eingereicht, sondern so viele wie noch nie!

Die Vorfreude auf 2025 wächst, denn immer mehr Menschen haben Lust, die europäische Kulturhauptstadt zu gestalten. Dabei sind die neuen Mikroprojekte so vielfältig wie Chemnitz und die Kulturhauptstadtregion selbst und leisten alle auf ihre ganz eigene Art und Weise einen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander. 

So wird in der historischen Drahtseilbahn Augustusburg ein internationales Schachturnier der besonderen Art stattfinden, wenn während der Fahrt Blitzschachpartien ausgetragen werden. Das Mikroprojekt „C hoch 25“ ist eine Kunstzeitung, die sich auf künstlerische und experimentelle Weise mit dem Thema Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 beschäftigen wird.

Bei der pädagogischen Performance „Isolation mit Wartezeit“ wird die historische Bedeutung des Kaßberg-Gefängnisses, wo Inhaftierte einst auf ihren Freikauf durch den Westen warteten, künstlerisch in unsere Zeit transportiert. Beim inklusiven Kunstprojekt „Erfahrungen Chemnitz“ hingegen wird der Rollstuhl als Mittel zur Kunst neu interpretiert. Teilnehmenden wird in verschiedenen Projekten die Möglichkeit gegeben, auf spielerische Art und Weise an der Entstehung eines interaktiven Kunstwerkes mitzuwirken. Alle Projekte sind in der Auflistung zu finden. 

Die 14. Förderrunde für Mikroprojekte wird im Spätsommer stattfinden. Dann gibt es erneut Gelegenheit für Macherinnen und Macher, sich mit frischen Ideen einzubringen, Kultur zu schaffen und eigene Projekte umzusetzen. Weil die Stadt Chemnitz zusammen mit 38 Partnerkommunen den Titel Kulturhauptstadt Europas trägt, sind auch Ideen aus der Region besonders erwünscht. In der aktuellen Runde kam ungefähr ein Viertel der Anträge aus der Kulturhauptstadt-Region. 

Von Kunst, Musik, Inklusion, Porträts und Sport – diese neuen Mikroprojekte werden umgesetzt:

Foto: Anja Jurleit

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