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SUMMARY:BrennTonWerkstatt // Auf der Suche nach dem Wilden Ton - Spazierga
 ng
DESCRIPTION:Was genau ist eigentlich Ton? Wo kommt er her? Der ursprüngli
 che Ton wird als „wilder Ton“ bezeichnet\, da er ungezähmt ist. Das b
 edeutet\, dass er meist nicht direkt zu einem Gegenstand geformt werden ka
 nn\, sondern vorher gesiebt und gewaschen werden muss\, um „gezähmt“ 
 zu werden. Der Ton wird genauer unter die Lupe genommen\, dabei werden die
  Felder und Gärten rund um Augustusburg durchkämmt. Dort wird der „Leb
 ensraum“ des wilden Tons kennengelernt. Es wird erforscht\, wie Ton ents
 teht\, und säckeweise Bodenproben für die weiteren Tage in der BrennTonW
 erkstatt entnommen.\nAuf der Suche nach dem wilden Ton wird gleichzeitig n
 ach verschiedensten Pflanzenfasern Ausschau gehalten. Die sogenannten Bast
 fasern verleihen den Rinden von Bäumen und Sträuchern Halt und Schutz. B
 esonders leicht lassen sich diese an Totholz oder abgestorbenen Pflanzen f
 inden und mitnehmen. Eine kleine\, einzigartige Sammlung aus diesem Materi
 al wird in den kommenden Workshoptagen zu einer besonderen pflanzlichen Kn
 etmasse verarbeitet\, dem Paperclay.\nDas Künstler-Duo Priska Engelhardt 
 und Patrick Will möchte mit den Teilnehmenden die verborgene Welt natürl
 icher und wilder Ressourcen erkunden. Aus ihrer Sicht liegen die interessa
 nten Fragen und Dinge direkt vor den Füßen oder oft auch daneben: Wie kl
 eine Pflanzen zwischen den Gehwegplatten\, verwilderte Gärten zwischen Hä
 usern oder vergessene Teiche am Rande einer Ortschaft. Diese Orte sollen i
 n Augustusburg gefunden\, Proben entnommen und eine Sammlung für eine Ton
 -Werkstatt im Lehngericht angelegt werden.\nAls freischaffende Künstler*i
 nnen gehen sie auf ähnliche Weise vor. Sie suchen nach spannenden Geschic
 hten und Hintergründen im Internet\, auf der offenen Straße oder bei Fre
 undinnen und Freunden. Manchmal wissen sie bereits zu Beginn\, was aus die
 ser Recherche entstehen soll – eine Zeichnung\, eine Installation\, ein 
 Film oder ein Text. Manchmal wissen sie es jedoch nicht. Dann wird erkunde
 t\, ob die Suche eine passende Form von selbst zeigen kann oder sie überl
 egen\, worin ihre Stärken liegen:\nPriska ist besonders gut darin\, Erde 
 zu extrem festen und einzigartigen Gegenständen zu brennen. Dafür muss d
 ie richtige Ton-Erde jedoch zunächst gefunden und vorbereitet werden. Auc
 h der Gang in ein Geschäft und das Kaufen von Ton wäre möglich\, doch a
 uf Dauer fehlt es dann an Entdeckungen\, und am Ende würde alles gleich a
 ussehen.\nPatrick ist besonders gut darin\, Dinge\, Pflanzen oder Orte zu 
 finden und zum Sprechen zu bringen\, die andere nicht einmal mit der Hand 
 anfassen würden. Die Beschimpfungen der Menschen über seine untersuchten
  Objekte werden genutzt\, um sie zu hinterfragen. Wenn Pflanzen als Unkrä
 uter bezeichnet werden – also als unnötige Kräuter – wird das zur Mo
 tivation\, genauer hinzuschauen und viele nützliche Eigenschaften oder Ph
 änomene zu entdecken. Sobald von diesen Entdeckungen in Lautsprecher-Inst
 allationen\, Filmen oder bei Spaziergängen erzählt wird\, hören selbst 
 Skeptiker*innen gebannt zu und hinterfragen ihre Haltung hin und wieder. 
 \n\nDer Workshop ist Teil der Veranstaltungsreihe "333 Stunden Werkstatt d
 er Wunder" statt\, ein Projekt im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Chem
 nitz 2025. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der G
 rundlage des vom Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes und durch 
 Bundesmittel der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien s
 owie durch Mittel der Stadt Chemnitz.  
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p>Was genau ist eigentlich Ton? Wo kommt er 
 her? Der ursprüngliche Ton wird als „<i>wilder Ton</i>“ bezeichnet\, 
 da er ungezähmt ist. Das bedeutet\, dass er meist nicht direkt zu einem G
 egenstand geformt werden kann\, sondern vorher gesiebt und gewaschen werde
 n muss\, um „gezähmt“ zu werden. Der Ton wird genauer unter die Lupe 
 genommen\, dabei werden die Felder und Gärten rund um Augustusburg durchk
 ämmt. Dort wird der „Lebensraum“ des wilden Tons kennengelernt. Es wi
 rd erforscht\, wie Ton entsteht\, und säckeweise Bodenproben für die wei
 teren Tage in der BrennTonWerkstatt entnommen.</p>\n<p>Auf der Suche nach 
 dem wilden Ton wird gleichzeitig nach verschiedensten Pflanzenfasern Aussc
 hau gehalten. Die sogenannten Bastfasern verleihen den Rinden von Bäumen 
 und Sträuchern Halt und Schutz. Besonders leicht lassen sich diese an Tot
 holz oder abgestorbenen Pflanzen finden und mitnehmen. Eine kleine\, einzi
 gartige Sammlung aus diesem Material wird in den kommenden Workshoptagen z
 u einer besonderen pflanzlichen Knetmasse verarbeitet\, dem <i>Paperclay</
 i>.</p>\n<p><strong>Das Künstler-Duo Priska Engelhardt und Patrick Will</
 strong> möchte mit den Teilnehmenden die verborgene Welt natürlicher und
  wilder Ressourcen erkunden. Aus ihrer Sicht liegen die interessanten Frag
 en und Dinge direkt vor den Füßen oder oft auch daneben: Wie kleine Pfla
 nzen zwischen den Gehwegplatten\, verwilderte Gärten zwischen Häusern od
 er vergessene Teiche am Rande einer Ortschaft. Diese Orte sollen in August
 usburg gefunden\, Proben entnommen und eine Sammlung für eine Ton-Werksta
 tt im Lehngericht angelegt werden.</p>\n<p>Als freischaffende Künstler*in
 nen gehen sie auf ähnliche Weise vor. Sie suchen nach spannenden Geschich
 ten und Hintergründen im Internet\, auf der offenen Straße oder bei Freu
 ndinnen und Freunden. Manchmal wissen sie bereits zu Beginn\, was aus dies
 er Recherche entstehen soll – eine Zeichnung\, eine Installation\, ein F
 ilm oder ein Text. Manchmal wissen sie es jedoch nicht. Dann wird erkundet
 \, ob die Suche eine passende Form von selbst zeigen kann oder sie überle
 gen\, worin ihre Stärken liegen:</p>\n<p>Priska ist besonders gut darin\,
  Erde zu extrem festen und einzigartigen Gegenständen zu brennen. Dafür 
 muss die richtige Ton-Erde jedoch zunächst gefunden und vorbereitet werde
 n. Auch der Gang in ein Geschäft und das Kaufen von Ton wäre möglich\, 
 doch auf Dauer fehlt es dann an Entdeckungen\, und am Ende würde alles gl
 eich aussehen.</p>\n<p>Patrick ist besonders gut darin\, Dinge\, Pflanzen 
 oder Orte zu finden und zum Sprechen zu bringen\, die andere nicht einmal 
 mit der Hand anfassen würden. Die Beschimpfungen der Menschen über seine
  untersuchten Objekte werden genutzt\, um sie zu hinterfragen. Wenn Pflanz
 en als Unkräuter bezeichnet werden – also als unnötige Kräuter – wi
 rd das zur Motivation\, genauer hinzuschauen und viele nützliche Eigensch
 aften oder Phänomene zu entdecken. Sobald von diesen Entdeckungen in Laut
 sprecher-Installationen\, Filmen oder bei Spaziergängen erzählt wird\, h
 ören selbst Skeptiker*innen gebannt zu und hinterfragen ihre Haltung hin 
 und wieder.&nbsp\;</p>\n\n<p>Der Workshop ist Teil der Veranstaltungsreihe
  "333 Stunden Werkstatt der Wunder" statt\, ein Projekt im Rahmen der Kult
 urhauptstadt Europas Chemnitz 2025. Diese Maßnahme wird mitfinanziert dur
 ch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtags beschlosse
 nen Haushaltes und durch Bundesmittel der Beauftragten der Bundesregierung
  für Kultur und Medien sowie durch Mittel der Stadt Chemnitz.&nbsp\;&nbsp
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