Ausschreibungen
Für 2026 sind verschiedene Ausschreibungen für Mikroprojekte geplant. Aktuelle Infos dazu gibt es zu gegebener Zeit im Chemnitz 2025 Newsletter und auf den Social Media Kanälen.
Chemnitzer:innen und Menschen aus der Kulturhauptstadtregion haben die Möglichkeit, sich mit eigenen Ideen und Projekten an der Gestaltung des sogenannten Brückenjahres 2026 zu beteiligen. In einer Veranstaltung am 11. Februar 2026 informiert Stefan Schmidtke, Programmgeschäftsführer der Chemnitz 2025 gGmbH, in der Hartmannfabrik über verschiedene Open Calls für Mikroprojekte.
Vereine, Initiativen und Einzelpersonen aus Chemnitz und den 38 Kommunen der Kulturhauptstadtregion können sich bis zum 31.März 2026 mit ihren Ideen um bis zu 2.500 Euro finanzielle Unterstützung bewerben. Gefragt sind Projekte, die sich auf die großen Themen aus dem Kulturhauptstadtjahr beziehen: auf die #3000Garagen, die Gelebte Nachbarschaft, den Austausch zwischen den Generationen, den Kunst & Skulpturenweg PURPLE PATH sowie auf “Make!”, das kreative Machertum. Es geht darum, Orte mit neuen Ideen zu erschließen, Begegnungen mit lokalen oder europäischen Akteurinnen zu ermöglichen, zum kreativen Mitmachen zu aktivieren oder Verborgenes sichtbar zu machen. Umgesetzt werden können die Mikroprojekte ab Mai 2026.
Das Dokumentationszentrum „Offener Prozess“ kuratiert neben der Ausstellung ein Archiv, welches einen Raum zur Aufarbeitung des NSU-Komplexes und seiner Ursachen bieten soll. Das Dokumentationszentrum startet mit einer Sammlungskampagne zu den Schwerpunkten NSU-Komplex, rechter Terror, Rassismus sowie Migration.
Um das Archiv zum Leben zu erwecken, werden Materialien aus der Zeit des NSU gesucht: persönliche, politische oder alltägliche Dinge.
Das können zum Beispiel sein:
· Ausschnitte aus der Presse, Radio- oder Fernsehsendungen
· Alltagsgegenstände, Fotos, Briefe oder Tagebücher
· Flyer, Plakate, Einladungen zu Veranstaltungen (insbesondere aus migrantischer Perspektive)
· Mitschnitte oder Erinnerungen aus Workshops, Erzählcafés oder Programmen
· Aufnahmen von Gesprächen, Erzählungen, selbstgemachte Videos, Audiodateien
· Hausarbeiten oder Abschlussarbeiten zu passenden Themen
Es wird nicht nach dem klassischen Archivmodell gearbeitet, bei dem Objekte dauerhaft übergeben werden. Oft genügt schon ein Foto, ein Scan oder eine kurze Beschreibung. Wenn eine Digitalisierung nicht möglich ist, reicht auch ein einfacher Hinweis auf die Quelle. Beim Erfassen der Materialien unterstützt das Team von „Offener Prozess“ ebenfalls gerne.
Alle Menschen, die zu diesen Themen Bezug haben und etwas beitragen können, dürfen und sollen gerne Material bringen. Auch Schüler:innen oder Student:innen, die sich inhaltlich damit beschäftigen oder Angehörige der migrantischen Community sowie Opfer der NSU-Verbrechen können sich im Archiv einbringen.
Wichtig ist nur: Das Material soll etwas auslösen – Erinnerungen bei allen, die es im Archiv sehen, hören oder lesen.
Für die Abgabe der Sammelstücke ab dem 04. Juni (bis 27. November) muss sich unter dieser Mail archiv(at)offener-prozess.de vorerst gemeldet werden.
Weitere Infos unter ↗https://offener-prozess.de/archiv/
Das Archiv ist nicht direkt Teil der Ausstellung, aber wird zu folgenden Zeiten geöffnet und zugänglich sein:
Mi – Do 14:00 bis 16:00 Uhr sowie nach Absprache unter archiv(at)offener-prozess.de
Adresse: Dokumentationskomplex, Johannisplatz 8, 09111 Chemnitz