In der Freiwilligenredaktion veröffentlichen Volunteers für Chemnitz 2025 Berichte von ihren Erlebnissen, Einsätzen und Erfahrungen rund um die Kulturhauptstadt Europas.
Gabriele ist 61 Jahre alt und arbeitet als Kundenberaterin. Sie lebt in Schlosschemnitz und setzt sich gern für Ihre Heimatstadt ein. Daher ist sie als Volunteer auf verschiedenen Events anzutreffen, über die sie anschließend Texte für die Freiwilligenredaktion verfasst.
Ich habe Homeoffice, es ist schönes Wetter und die Mittagspause naht. Mein Kollege und Mitvolunteer Marko Liebig wohnt nur um die Ecke und wir beschließen, eine Runde um den Schlossteich spazieren zu gehen, damit wir was Gutes für unsere Gesundheit tun. Auf der Hälfte unserer Runde kommt uns ein anderer Volunteer, Danny, entgegen, mit ihm zusammen eine Frau mit Mikrofon und ein Mann mit einer Kamera. Danny hat ein eigenes Projekt in Eigenregie der Volunteers ins Leben gerufen.
Er und ca. 10 andere bieten im Kulturhauptstadtjahr für die Besucher spezielle Spaziergänge durch unsere Stadt an und er stellt dieses gerade der Reporterin und dem Kameramann vor, wie wir später erfahren. Wir begrüßen uns und Danny weist die Reporterin darauf hin, dass wir auch Volunteers sind. Die junge Frau kommt auf uns zu und beginnt ein Gespräch mit Fragen über unsere Erfahrungen mit der Kulturhauptstadt.
Uns ist anfangs nicht klar, dass es sich um ein Interview handelt und der Kameramann alles filmt. Wir unterhalten uns ca. 5 Min und beantworten ca. 20 Fragen. In meinem Kopf bildet sich langsam die Frage, wem ich da gerade antworte und wo meine Antworten eventuell landen werden.
Danny erklärte uns, dass es sich um eine Reporterin vom Morgenmagazin der ARD handelt und wir am nächsten Mittwoch früh im Fernsehen sind. Uns wurde heiß und kalt. Wie kommen wir da rüber? Was haben wir erzählt? Was macht die Reporterin daraus?
Am Mittwoch früh haben wir ganz aufgeregt den Fernseher eingeschaltet. Dann läuft der Beitrag über Chemnitz 2025. Am Ende des Beitrages sind Marko und ich wirklich im Fernsehen. Es wurden ganze 2 Sätze ausgestrahlt. Das ist schon ein komisches Gefühl, sich im Fernsehen zu sehen.
Wir können aber ganz zufrieden sein. Klar wären wir mit Vorbereitung und „Maske“ besser rübergekommen. Ich bekam WhatsApp mit Glückwünschen und wurde am nächsten Tag in der Firma mit „Na, du Fernsehstar“ begrüßt.
Zu unserem Auftritt im Fernsehen wären wir nie gekommen, wenn wir uns nicht als Volunteer gemeldet hätten. Das ist das Schöne und Interessante, wenn man sich als Volunteer für die Kulturhautstadt engagiert.