Chemnitz 2025 zieht in die Hartmannfabrik und lädt ein zum Tag der offenen Tür

Chemnitz 2025 ist auch ein großes Stadtentwicklungsprojekt. Die Stadt Chemnitz transformiert auf 30 sogenannten Interventionsflächen verschiedene Orte. Dabei geht es von der Umgestaltung öffentlicher Plätze bis zur Sanierung von Gebäuden, wie beispielsweise der ehemaligen Produktionshalle des Chemnitzer Lokomotiven-Bauers Richard Hartmann. Im Frühjahr 2024 wird damit eine der größten Interventionsflächen fertigstellt. Am 03. Mai 2024 wird die Hartmannfabrik mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht. Das sanierte Fabrikgebäude wird die Zentrale und das Besuchszentrum von Chemnitz 2025 sein. Für Tourist:innen und Kulturhauptstadt-Besucher:innen ist dieser Ort Anlaufstelle für Informationen rund um Chemnitz 2025.

In der Hartmannfabrik werden regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Ein Teil des Chemnitz 2025-Teams wird dort neue Büros beziehen.

Ein historisches Gebäude

Das Gebäude ist eng mit der Industriegeschichte der Stadt verknüpft. Richard Hartmann war einer der bedeutendsten Industriellen der Stadt Chemnitz (1809 – 1878). Im Jahr 1848 stellte sein Betrieb die erste Dampflokomotive her, was ihm den Ruf als „sächsischen Lokomotivkönig“ einbrachte.

Das Gebäude wurde um das Jahr 1860 erbaut. Da die Fabrik in ein riesiges Hallenkonglomerat der Hartmannwerke (später Sächsische Maschinenfabrik) integriert war, ist eine genauere Datierung schwierig. Mit dem Verwaltungsgebäude (heutige Polizeidirektion) ist die Hartmannfabrik der einzige noch übrig gebliebene Bau der ehemaligen Hartmannwerke. Die Sächsischen Maschinenfabriken / Richard Hartmann AG bestand bis ins Jahr 1930. Die Halle wurde mindestens seit 1990 nicht mehr genutzt und verfiel.

Außenansicht des Gebäudes

Die Fabrik zu Zeiten Richard Hartmanns

Ein Blick ins Innere des Gebäudes

Fotos: Peter Rossner & Atelier no.4

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