38 Kommunen und Gemeinden bilden gemeinsam mit Chemnitz die Kulturregion, die im Jahr 2025 Europäische Kulturhauptstadt sein wird. Bis zum Jahr 2025 und darüber hinaus wird der PURPLE PATH, ein großer Skulpturen-, Kunst- und Macherweg und Flagship der Kulturhauptstadt, in der Region entstehen.

In den nächsten Wochen und Monaten finden entlang des Lila Pfads zahlreiche Veranstaltungen statt, die zeigen: der PURPLE PATH ist eröffnet! Wir laden euch ein, dabei zu sein und gemeinsam mit uns unsere Traditionen und Geschichte zu untersuchen und diese neu zu interpretieren.

Der PURPLE PATH schafft eine Verbindung, denn der Kunstweg aus Skulpturen und Interventionen internationaler und lokaler Künstler:innen verbindet Städte und Gemeinden und entfaltet eine europäisch begründete Geschichte des Bergbaus und der Industrialisierung. Schon heute sind Künstler:innen aus weit mehr als 40 Nationen eingeladen.

Ebenso möchten wir unser Verständnis für ein friedliches Miteinander und den friedvollen Umgang mit der Natur ins Zentrum unseres Tuns stellen. Denn: der PURPLE PATH steht für Gemeinsamkeit in guter Nachbarschaft, kulturelle Erneuerung aus Respekt gegenüber der Tradition, ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Und er steht für eine tolerante Kultur, die Sachsen und Deutschland, Europa und die Welt von Herzen willkommen heißt.

In zahlreichen Gesprächsveranstaltungen, Workshops, Konzerten, Festivals sowie Ausstellungen reflektieren wir unsere Kulturregion neu. Gemeinsam mit den Makerhubs und den Hochschulen der Region skizzieren wir so innovative Ideen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, gerade auch für junge Menschen. Wie ein großer Sternenhimmel breiten sich die vielfältigen Aktivitäten regionaler Museen und Kunsthäuser, der Stätten des UNESCO Weltkulturerbes, der Kirchen und der ökologischen Landwirtschaft, der Gedenkstätten für die Opfer totalitärer Systeme aus.

Die Kunstwerke im Überblick:

Ohne Titel (ESDA)

von Iskender Yediler

Gegenüber vom Bahnhof
in Lichtenstein/Sa.

Parkplatz: REWE Glauchauer Str. 11, 09350 Lichtenstein/Sachsen

An der Alten Dampfbrauerei Schwartz
in Lößnitz

Niedergraben 11, 08294 Lößnitz

Das Kunstwerk wird in den Wintermonaten nicht zu sehen sein.

Color Floating

von Nevin Aladağ

Über dem Teich im Austelpark
in Zwönitz

Ausgangspunkt: Austelpark
Parkplatz: An der Austel-Villa, Rathausstraße 14, 08297 Zwönitz

Glance

von Tanja Rochelmeyer

in der Unterführung im Bahnhof
in Flöha

Bahnhofstraße 2a, 09557 Flöha
Die Unterführung wird derzeit von der Deutschen Bahn instand gesetzt. Das Kunstwerk ist wieder ab Mitte Oktober 2023 zu sehen.

Petrified Wood Circle

von Richard Long

In St. Katharinenkirche
in Zwickau

St. Katharinenkirche, 08056 Zwickau

Das Kunstwerk wird bis voraussichtlich Oktober 2024 in Zwickau zu sehen sein. Die St. Katharinenkirche ist nur für Gottesdienste / Veranstaltungen geöffnet ist, oder nach Vereinbarung. Weitere Infos sind auf der Website der Kirche erhältlich.

Stack

von Tony Cragg

Im Kurpark
in Aue-Bad Schlema

Ausgangspunkt: Wendestelle am Kurpark, 8301 Aue-Bad-Schlema
Parkplatz: gegenüber des FFW-Gebäudes, Grenzweg 2

Include me out

von Friedrich Kunath

Im Buntsockenpark
in Thalheim

Robert-Koch-Straße, 09380 Thalheim/Erzgebirge
Parkplatz: gegenüber DRK Kreisverband Stollberg e.V., Robert-Koch-Straße 5

Wildschweine

von Carl Emanuel Wolff

Am Außengelände des Sauberges
in Ehrenfriedersdorf

Am Sauberg 1, 09427 Ehrenfriedersdorf
Parkplatz: Besucherbergwerk Zinngrube

Kommende Veranstaltungen am PURPLE PATH (2024):

Am 29.02.2024 um 15:00 Uhr findet in Seiffen die Prototyp-Vorstellung: „Miriquidi-Kids in the Forest“ statt.

Gemeinsam mit der DENKSTATT-Erzgebirge und der Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 präsentieren wir Ihnen einen Einblick in dieses aufregende Projekt, das die Naturerfahrung von Kindern in den Fokus rückt. 

Seien Sie dabei, wenn wir den Prototypen vorstellen und Ihnen einen Vorgeschmack darauf geben, wie „Miriquidi-Kids in the Forest“ Bildung, Natur und Abenteuer miteinander verbindet. Ihre Anregungen und Ihr Feedback sind uns dabei besonders wichtig, um das Konzept weiter zu verfeinern.

Datum: 29. Februar 2024

Uhrzeit: 15:00 Uhr

Ort: Waldweg 209548, Kurort Seiffen

Weitere Informationen unter: https://www.denkstatt-erzgebirge.de/

Am 14. März 2024 um 19:00 Uhr findet „Ein Abend am Purple Path“ statt.

Der Kurator Alexander Ochs spricht mit dem Künstler Ulrich Reimkasten über dessen Textil-Skulptur „Wolke“ in der St. Wolfgang Kirche, welche im Rahmen der diesjährigen Altarverhüllungen entstanden ist.

Adresse: St. Wolfgang, Kirchplatz 16, 08289 Schneeberg

Am Freitag den 22.03.2024 findet ab 17:00 Uhr die Lost Place Convention in der Alten Kreissigfabrik in Jahnsdorf/Erzg. statt.

Entdecken Sie eine Fülle von vielfältigen Mitmachangeboten und lassen Sie sich von den für den Purple Path geplanten Werken bzw. Projekten der Künstler:innen Anastasia Khoroshilova (http://www.khoroshilova.net) und Jeppen Hein (https://jeppehein.net/) für die Kommune Jahnsdorf begeistern. Ein ganz besonderes Highlight bietet hierbei die meditative Mal-Atem-Technik „Breath with me“ (https://breathewithme.world/) von Jeppe Hein. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, Teil dieser weltweiten Bewegung zu werden, denn wir alle teilen die selbe Luft – sie ist es, die uns verbindet.

Alexander Ochs, der Kurator des Purple Path wird die Vorstellung der künstlerischen Positionen begleiten.

Adresse: Straße der Einheit 2, 09387 Jahnsdorf/Erzgeb

ALTARVERHÜLLUNGEN – INTERVENTIONEN ZUR PASSION.

Altarverhüllungen vom Aschermittwoch 14.02.2024 bis Ostersonntag 31.03.2024.

Zum zweiten Mal veranstaltet die Kulturkirche2025 mit Unterstützung der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH und dem Regionalmanagement Europäische Kulturregion Chemnitz, dem Team PURPLE PATH und lokalen Partnern der Region die Ausstellungsreihe.

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler greifen die Tradition der Verhüllung der Altäre im Osterfestkreis zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag auf. Anstelle schwarzer oder auch traditioneller Fastentücher entwickeln sie eigene Formate und bringen unterschiedliche Medien wie textile Skulptur, Zeichnung oder Installation ein. Die als Altarbild-Verhüllungen entstandenen Kunstwerke werden einerseits Teil der Liturgie der Kirchen, anderseits sind sie für das Publikum frei zugänglich, es entstehen öffentliche Räume für die Kunst.

Alle Kunstwerke werden am Abend des 14. Februar 2024 mit Andachten und anschließenden Vernissagen bei Brot und Wasser eröffnet.

Die Künstler:innen sind anwesend.

Adressen:

Kirche Langenstriegis, An der Kleinen Striegis 49, 09669 Frankenberg/Sa., OT Langenstriegis – Eröffnung 18:00 Uhr
Außerhalb der Veranstaltungen des umfangreichen Begleitprogramms besteht ebenfalls die Möglichkeit, das Kunstwerk zu besichtigen. Interessierte melden sich unter Tel. 0152 0589 0664.

Künstlerin: Jessica Buhlmann

Kirche St. Wolfgang, Kirchplatz 16, 08289 Schneeberg – Eröffnung 19:oo Uhr
Die Verhüllung wird während der Passionszeit von Aschermittwoch bis Karsamstag im Rahmen der Öffnungszeiten zu besichtigen sein.
Montag bis Samstag: 10 – 16 Uhr und Sonn- und Feiertag: 14 – 16 Uhr

Künstler: Ulrich Reimkasten

Katholische Kirche St. Marien, Zwickauer Str. 2, 09366 Stollberg – Eröffnung 18:00 Uhr
Die Möglichkeit, das Kunstwerk zu besichtigen besteht außerhalb des Begleitprogramms sonntags ab 11:30 Uhr und unter Tel. 0172 9338976

Künstlerin: Katja Lang

Infos zum Begleitprogramm auf http://kulturkirche2025.de

Was bisher am PURPLE PATH geschah – Ein Überblick:

Am 23.02.2024 fand „Ein Abend mit der Künstlerin Jana Gunstheimer“ in den Kunstsammlungen Zwickau statt.

Die Villa Massimo-Stipendiatin Jana Gunstheimer wurde 1974 in Zwickau geboren. Nach Studien in der Ethnologie, Kunstgeschichte und Bildenden
Kunst in Leipzig, Halle, Athen und Ohio/USA lebt sie heute zwischen Jena und Weimar, wo sie an der Bauhaus Universität seit 2016 eine Professur
für experimentelle Malerei und Zeichnung innehat. Gunstheimer ist mit ihrem Skulpturenprojekt „dingenunner, dingenauf“ Teil des PURPLE PATH;
mit ihrer Arbeit reagiert sie auf eine lange und wechselvolle Bergbautradition, die heute in zahlreichen Schnitzvereinen der Region weiterlebt. In
ihrer Arbeit geht es um den ständigen Wechsel von Ab- und Aufschwung, von Niedergang und Neuanfang, zu ihrem Personal gehören Bergmänner
wie auch andere geschnitzte Bewohner des Planeten Erzgebirge wie etwa Engel, Pilzsammler, Christbaammauser, Holzweibl oder Bürstenmacher.
Alexander Ochs spricht mit der Künstlerin über ihre Arbeit und neue Ideen.

Beginn: 17:00 Uhr

Adresse: Kunstsammlungen Zwickau; Lessingstr. 1, 08058 Zwickau

Am 08.02.2024 fand in der Fakultät für Angewandte Kunst Schneeberg die Abschlusspräsentation „Pilgerzellen für Neukirchen /Adorf“ statt.

Studierende der Holzgestaltung der AKS Schneeberg (Fakultät der WHZ) entwarfen seit dem letzten Sommer im Rahmen des Flagship Vorhabens „PURPLE PATH“ kleine mobile Übernachtungsstätten für den Biohof der Gebrüder Bochmann in Neukirchen / Adorf  (Erzgebirge).  Diese Minimalkapseln sollen Pilgern auf dem sächsischen Teil des Jakobsweges einen Unterschlupf für ein bis zwei Nächte bieten. Bei minimalistischer Ausstattung, jedoch hoher gestalterischer Eigenständigkeit fungieren die mobilen Klausen als Wegmarke an der Schnittstelle zwischen Jakobsweg und Purple Path.

Am 8.Februar um 13:00 Uhr wurden die Entwürfe in Form von Prototypen oder als Maßstabsmodellen der Öffentlichkeit präsentiert.

Am Purple Path!
Ein Gespräch über ehemalige Außenlager des KZ-Flossenbürg in Kommunen am heutigen PURPLE PATH mit Vertretern der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

Mittelsachsen und das Erzgebirge brachten zahlreiche geniale Ingenieure, Techniker und Erfinder wie August Horch, Jørgen Skafte Rasmussen
oder Robert Hermann Pfauter hervor, die oder deren Familien nach 1943 kriegswichtige Güter produzierten. Vielfach arbeiteten in ihren Fabriken
Häftlinge des Konzentrationslagers Flossenbürg, viele von ihnen kamen in Folge unmenschlicher Bedingungen zu Tode. In zahlreichen Kommunen am PURPLE PATH wie Aue-Bad Schlema, Chemnitz, Flöha, Freiberg, Hainichen, Hohenstein-Ernstthal, Limbach-Oberfrohna, Mittweida, Oederan, Willischthal/Amtsberg, Zschopau und Zwickau betrieb das KZ Flossenbürg Außenlager. Im Jahr 2025 planen die Kuratoren des PURPLE PATH eine große Ausstellungsreihe „UN SICHTBAR. Der KZ-Komplex Flossenbürg heute. Fotografien von Rainer Viertlböck“ an allen ehemaligen KZ-Außenstellen und
im Zwickauer August Horch Museum.

Weiter Informationen unter: https://www.gedenkstaette-flossenbuerg.de/de/

Ein Vortrag von Dr. Stefan Thiele, Kurator am Schloßbergmuseum

Schon immer gab es Kunst am heutigen PURPLE PATH, der Bildhauer Poet des späten Mittelalters HW bildet eine auch historische Referenz
zur zeitgenössischen Kunst am PURPLE PATH. Wer verbirgt sich hinter HW? Ganze Generationen von Gelehrten haben sich um die Erforschung
des Werkes und die Identifizierung dieses Künstlers bemüht. Hans Witten – so könnte sein voller Name gelautet haben. Zunächst in Niedersachsen ansässig, zog es ihn nach 1500 in die florierende Bergbauregion des Erzgebirges, wo er bis gegen 1520 tätig war. Hier entstanden prachtvolle Kirchenbauten, die von reichen Bürgergemeinden aufs Kostbarste ausgestattet wurden – eine hervorragende Auftragslage lockte. In vielen Kloster-, Stadt- und Wallfahrtskirchen finden wir den Meister am Werk. Zu den herausragenden Objekten zählen der Hochaltar von St. Niklas in Ehrenfriedersdorf, die „Schöne Tür“ der Annenkirche in Annaberg, die Geißelsäule in der Chemnitzer Klosterkirche und – als absoluter Höhepunkt – die „Tulpenkanzel“ in St. Marien in Freiberg. Eine originäre Erfindungsgabe bei der Wahl der Bildmotive sowie eine qualitätvolle künstlerische und handwerkliche Ausführung sind kennzeichnend für sein umfassendes Oeuvre.

https://www.kunstsammlungen-chemnitz.de/haeuser/schlossbergmuseum/

Am 13.11.2023 trafen sich Vertreter*innen zu einer „Konferenz der Museen aus Chemnitz und der Region“.

John Cage (1912 – 1992) gilt als einer der weltweit einflussreichsten Künstler und Komponisten des 20. Jahrhunderts. Mit mehr als 250 Kompositionen, kunsttheoretischen Arbeiten, Partituren und Werken, die sich der bildenden Kunst zuordnen lassen, war er einer der großen Vertreter der
Fluxus-Bewegung und des Happenings. In seinem Spätwerk finden sich Einflüsse chinesischer Philosophie und des Prinzips Zufall. 1991 schrieb
er eine Partitur für die Ausstellung Museum Circle, die erstmals in München und später in Frankfurt am Main realisiert wurde. Das Prinzip der
Ausstellung ist sehr einfach: Alle Museen einer Stadt (in diesem Falle der Stadt Chemnitz und der aus 38 Kommunen bestehenden Region am PURPLE PATH) stellen eine gleiche Anzahl von Exponaten zur Verfügung. Kein beteiligtes Museum kennt die Ausstellungsstücke der anderen, alle Exponate werden in einem Ausstellungsraum mittels des chinesischen Orakels „I Ging“ zugeordnet. So entstehen in komplett anti-hierarchischer Form spannende Begegnungen zwischen Kunstwerken und Dingen, die nicht zusammen zu gehören scheinen.

Die Konferenz mit Beteiligten aller genannten großen und kleinen Museen dient der Vorbereitung der Ausstellung John Cage in Chemnitz: Ein Museum Circle, die Frühjahr 2025 im Industriemuseum stattfinden wird.

Am 26.10.2023 besuchten die Künstlerinnen Gabriela Oberkofler und Hoda Tawakol Limbach-Oberfrohna.

Gabriela Oberkofler ist 1975 in Bozen/Italien geboren, Hoda Tawakol 1968 in London/Großbritannien. Die international bekannten Künstlerinnen
waren unabhängig voneinander nach Limbach-Oberfrohna eingeladen und werden dort jetzt zusammenwirken. Oberkofler arbeitet seit Jahren
mit Pflanzen und schafft mit Api étoilé ein wachsendes Samenarchiv. Limbach-Oberfrohna plant, die Industriebrache „Die Aktie“ zu sanieren, die
Künstlerin wird sie begrünen und Gärten darauf anlegen. Vorher kommt es zu einem Zusammenspiel mit der Bildhauerin Hoda Tawakol, die ihre
ägyptischen Wurzeln in der Vergangenheit in vielen textilen Skulpturen zeigte. Mit ihrem für Limbach-Oberfrohna geplanten Werk Delicious
Monster lässt sie sich auf ein Experiment und eine neue Technik ein; die eigentlich in Textilien geplante Skulptur soll in der seit 1725 bestehenden
Kunstgießerei Lauchhammer produziert werden. Die Künstlerin greift hier eine lokale Tradition auf, wurden doch im Park um das Schloss Wolkenburg zahlreiche Lauchhammersche Eisenkunst-Gußfiguren aufgestellt. Der ehemalige Schloss Besitzer Detlef Carl Graf von Einsiedel ließ sie im
18. und 19. Jahrhundert nach antiken Vorbildern gießen.

Am 14.10.2023 fand eine Gedenkveranstaltung „Die Frauen im Gefängnis Hoheneck hungern für ihre Freiheit“ im ehemaligen Frauengefängnis Hoheneck statt.

Im Oktober 1953, vor 70 Jahren also gingen im Gefängnis Hoheneck einsitzende Frauen in den Hungerstreik. Viele von ihnen waren aus politischen Gründen und damit zu Unrecht von der sowjetischen Militäradministration zu im Teil sehr langen Haftstrafen verurteilt. Mit dem Streik forderten sie die Überprüfung ihrer Urteile durch deutsche Gerichte, der Gerichtsbarkeit der DDR also. Der Streik wurde, begleitet durch hochrepressive Maßnahmen, niedergeschlagen, die Gründe ihrer Inhaftierung nicht untersucht, elementare Menschenrechte wurden missachtet.

Im Oktober 2023 trafen sich viele der damals betroffenen Frauen wieder. Das Treffen wurde von der ukrainischen Komponistin und Musikerin Emilia
Viktoria Lomakova musikalisch umrahmt.

In Zusammenarbeit mit dem „Forum für politisch Verfolgte und inhaftierte Frauen der SBZ/SED – Diktatur e.V.“ http://www.verfolgteddrfrauen.de und
der „Kulturkirche 2025“.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.kulturkirche2025.de

Am 09.10.2023 wurde die Projektidee „Die mobile Pilgerzelle: Studierende und Biobauern gemeinsam“ vorgestellt.

Im Dürresommer 2018 mussten die Gebrüder Bochmann, Biobauern aus Neukirchen/Adorf ihre Milchwirtschaft aufgeben. Seither entwickeln sie
ihren Hof zum Treffpunkt für Pilger des sächsischen Jakobswegs und beabsichtigen, eine Stempelstelle für die in der Nähe des Bauernhofs liegende
Michaeliskirche einzurichten. Schon im Jahr 2020 schlugen sie vor, Übernachtungsmöglichkeiten für Pilgerinnen und Pilger in mobilen Räumen zu
schaffen und nun ist es so weit. Jacob Strobel, Professor an der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau
wird mit Studierenden und im stetigen Austausch mit den Bochmanns den Prototyp einer möglichst mobilen Pilger-Herberge zu bauen. In der Vorbereitung wanderten die Studierenden von Schneeberg nach Adorf und sammelten so die körperliche Erfahrung des Pilgers. Bauern und Designer,
Studierende und Gäste sprechen gemeinsam über das skizzierte Vorhaben.

Adresse:
Ortsteil Adorf
Biohof Gebrüder Bochmann
Adorfer Hauptstraße 47, 092221 Neukirchen/ Erzgeb.

Am 01.10.2023 wurde der „Petrified Wood Circle“ von Richard Long in der St. Katharinenkirche Zwickau eingeweiht.

Der Purple Path ist ein Flagship im Programm der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025. Chemnitz und 38 Kommunen in der
Region sind durch den violetten Kunst-, Macher- und Wanderpfad verbunden. Zahlreiche Pilgerkirchen zwischen Freiberg und Zwickau
verknüpfen den Sächsischen Jakobsweg – auch durch die Kunst – mit dem Purple Path. Am Ziel dieses Pilgerwegs in Santiago de Compostela, der Kulturhauptstadt 2000, ist auch ein Kunstwerk von Richard Long zu finden: Camino – Hands.

Nach der Ausstellung in der Chemnitzer Stadtkirche St. Jakobi wird das Kunstwerk Petrified Wood Circle von Richard Long am Pilgerweg
weiterwandandern und ab Oktober 2023 in der Zwickauer St. Katharinenkirche, Wirkungsstätte Thomas Müntzers und Trägerin des Europäischen Kulturerbesiegels, zu sehen sein.

Das kreisrunde Werk Petrified Wood Circle (2000) besteht aus vor Millionen Jahren versteinertem Zedern- und Rotholz. Es findet seinen
Platz in der über 800 Jahre alten St. Katharinenkirche im Chorraum vor dem Flügelaltar von Lucas Cranach.

Am 26. August 2023 wird auf dem Gelände der alten Textilfabrik ESDA Iskender Yedilers Kunstinstallation OHNE TITEL (ESDA) im Beisein des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer eingeweiht.

Iskender Yedilers Arbeit orientiert sich fragmentarisch an baulichen Merkmalen historischer Industrieanlagen. Der Künstler nimmt direkten Bezug auf das industrielle Erbe der Stadt Lichtenstein/Sa. und lässt einen neuen Erinnerungsort entstehen, dessen Geschichte nicht nur visuell, sondern auch auditiv durch den Einsatz von Soundcollagen erzählt wird. Die Steine des circa fünf Meter hohen Fabrikturms stammen vom ehemaligen Lichtensteiner Unionhof („Uni“), der 2022 abbrannte und nun als Bestandteil des Kunstwerks erneut zum Leben erweckt wird. Iskender Yediler lebt und arbeitet heute in Berlin.

Diese Arbeit ist bereits das siebte Kunstwerk am PURPLE PATH, einem der fünf Flagship-Projekte für das Kulturhauptstadtjahr 2025.

Das Kunstwerk von Iskender Yediler wird über das Projekt „Weitergehen am PURPLE PATH“ vom Regionalmanagement der Kulturregion Chemnitz und der Gemeinde Lichtenstein/Sa., im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025, mitfinanziert.

Mit Grußworten von:

  • Jochen Fankhänel, Bürgermeister der Stadt Lichtenstein/Sachsen
  • Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
  • Ralph Burghart, Bürgermeister für Personal, Finanzen und Bildung Stadt Chemnitz
  • Romy Brock, Leiterin Regionalmanagement Europäische Kulturregion Chemnitz

In die Arbeit Iskender Yedilers führen ein:

  • Anne-Sophie Berner, Leiterin des Museums der Stadt Lichtenstein/Sa.
  • und Alexander Ochs, Kurator des Flagship-Projekts PURPLE PATH

Der Künstler Iskender Yediler ist anwesend.

Die Einweihung der Arbeit von Iskender Yediler findet in Korrespondenz mit dem KUNSTFESTIVAL BEGEHUNGEN (17.–27. August 2023 im Palais Lichtenstein/Sa.) statt.

Hier gibt’s die Einladung als PDF.

Am 19. August 2023 wird am Kunst- und Skulpturenweg PURPLE PATH in Lößnitz die sechste Kunstinstallation eingeweiht. Die zwei monumentalen Porzellangefäße „ITEMS 3501/3502“ der in Berlin lebenden Künstlerin Uli Aigner werden ihren Platz in der Bergstadt einnehmen. Beide Werke sind im Rahmen von Uli Aigners Lebensprojekt „One Million“ entstanden. Die Künstlerin hat es sich zur Aufgabe gemacht, bis an ihr Lebensende eine Million weiße Porzellan-Essgefäße mit eigenen Händen zu drehen. Rund 8000 Items sind bereits entstanden und mit einer fortlaufenden Nummer versehen.

Wann? 19. August 2023, 17 Uhr (Änderungen vorbehalten)

Wo? Alte Dampfbrauerei Schwartz, Niedergraben 11, 08294 Lößnitz

Hier gibt’s die Einladung als PDF.

Am Sonntag, dem 13. August 2023, 10 Uhr predigt Pfarrer Viriginijus Kelertas aus Sakai, Litauen im Gottesdienst in der Trinitatiskirche Zwönitz.

Pfr. Kelertas besucht auf Einladung von Pfr. Michael Tetzner die Kirchgemeinde Zwönitz. Vor zwei Jahren lernte die Gemeinde den Pfarrer und Heimleiter Virginijus Kelertas und seine Frau sowie die Kinder und Erzieherinnen aus dem Kinderheim in Litauen kennen.

Aktuell haben viele Litauer:innen Angst und Sorge, dass sich der russisch-ukrainische Krieg auch auf die baltischen Länder ausbreitet, denn durch Litauen führt die Eisenbahnstrecke von Moskau nach Kaliningrad.

Die Europäische Bergpredigt ist Teil des Kulturhauptstadtprogrammes Prayers and Angels. Sie lädt die Kirchen und Glaubensgemeinschaften der Europäischen Kulturhauptstadtregion Chemnitz 2025 ein, den europäischen Austausch mitzugestalten. Denker:innen, Philosoph:innen, Kulturkritiker:innen und Theolog:innen geben an der Schnittstelle von Gesellschaft, Glaube und Kultur einen Impuls zum Austausch unserer Erfahrungen und Prägungen mit Europa.

Oldtimerrundfahrt im Rahmen der Sommer·Oldies Zwönitz.

Aller zwei Jahre im August – das nächste Mal vom 04.-06.08.2023 – heißt es „Herzlich willkommen“ in Zwönitz zu einem tollen Wochenende voller Rock’n Roll und Benzin in der Luft, mit fliegenden Röcken, Lederjacken und nostalgischen Fahrzeugen. Die Rundfahrt „ErzgebirgsClassics“ ist innerhalb des Festwochenendes der Höhepunkt für Freund:innen und Besitzer:innen blankpolierter Oldtimer. Die Tour am 05.08. führt von Zwönitz aus auf landschaftlich reizvoller Strecke durch die Greifensteinregion und verbindet dabei die sehenswerten Kunstwerke entlang des im Rahmen der Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 entstehenden Skulpturen-, Kunst- und Macherweges PURPLE PATH.

Austelpark in Zwönitz // 21 Uhr
„Color Floating“ heißt die Arbeit der in Berlin lebenden Künstlerin Nevin Aladağ, die am Mittwoch, den 21. Juni um 21 Uhr im Austelpark in Zwönitz eingeweiht wird. Dies ist die inzwischen fünfte Installation am Purple Path, dem Kunst- und Skulpturenweg in der Kulturregion, einem der Hauptprojekte im Rahmen des Kulturhauptstadtprogramms.

Die Lichtinstallation von Nevin Aladağ schwebt über dem Austelteich und wird am 21. Juni zum Sonnenuntergang erstmals leuchten. Eingeweiht wird Arbeit von Kulturbürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky zusammen mit Barbara Klepsch, der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus sowie dem Bürgermeister der Stadt Zwönitz, Wolfgang Triebert.

Alexander Ochs, der Kurator des Kunst- und Skulpturenweges Purple Path, gibt zur Eröffnung eine kurze Einführung in die künstlerische Arbeit von Nevin Aladağ. Mit der Verarbeitung von farbigen Nylonstrümpfen in ihrem Kunstwerk, stellt Nevin Aladağ einen Bezug zur Textilindustriestadt Zwönitz her. Zur Eröffnung in Zwönitz wird sie anwesend sein.

Treffpunkt ab 20:30 Uhr:

Hof der Naturschutzzentrum Erzgebirge gGmbH, Austelweg 2, 08297 Zwönitz

Parkmöglichkeiten für Besucher:innen

Hinweis:
Am 21. Juni 2023 findet in Zwönitz auch die Fête de la Musique statt. Weitere Infos gibt’s hier.

01.03.2023 / Intervention zur Passion – ENTHÜLLEN / Begleitprogramm zum Verhüllungsprojekt

Katholische Propsteikirche St. Johannes Nepomuk // 1. März 2023 // Start 19.30 Uhr


Die Kirchen der Region veranstalten gemeinsam mit der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH und dem Regionalmanagement Europäische Kulturregion Chemnitz, dem Team PURPLE PATH und lokalen Partner:innen die Ausstellungsreihe „Altarverhüllungen – Interventionen zur Passion“.

Zwischen Aschermittwoch und Karsamstag jeden Mittwoch im März um 19 Uhr: Ein Moment zum Innehalten im Widerhall der Worte und Klänge. Es folgt jeweils um 19.30 Uhr ein thematischer Abend im Propsteisaal.

Zu Gast:
Prof. Dr. theol. Hildegard König, Chemnitz
Zwischen Perspektiven. Annäherungen an Sabine Herrmanns Installation „Zeuginnen ohne Text“

Hatten wir im letzten Jahr erste Werke von Künstlern wie Tony Cragg, Friedrich Kunath oder Carl Emanuel Wolff am PURPLE PATH aufgestellt, wird das Jahr 2023 schon jetzt absehbar zum Jahr der Künstlerinnen.

In Zwönitz reüssierte im Juni Nevin Aladağ, am 19. August werden die Porzellan-Skulpturen von Uli Aigner in Lößnitz eröffnet und in der Schneeberger St. Wolfgangskirche ist bis in den Dezember ein großformatiger ‚Engel‘ von Christina Doll zu sehen.

Vor einigen Tagen fotografierte Anastasia Khoroshilova das Landwirts-Paar Diana und Peter Ziegs in Jahnsdorf und Corina Gertz portraitierte Bergleute und deren Söhne und Enkel in der Rückenansicht. Gabriela Oberkofler und Hoda Tawakol besuchen in Kürze Limbach-Oberfrohna, Monika Sosnowska beginnt die Arbeit an ihrer Skulptur in Oelsnitz/Erzgebirge und Glauchau, die in Zwickau geborene Jana Gunstheimer präsentiert ihr Projekt ‚dingenunner, dingenauf‘.
Die in Berlin lebende Foto- und Videokünstlerin Donata Wenders gestaltet in Kooperation mit den SKD – Staatliche Museen Dresden seit dem Jahr 2020 wunderbare Video-Kunstwerke von sächsischen Handwerkerinnen und Handwerkern, von einer Blaufärberin, einem Hersteller von Bandoneons, einer Weberin oder auch einem Maßschuhmacher.
Die SKD würdigt Donata Wenders in einem Blog: ‚Mit ihrer audiovisuellen Reihe ODE AN DAS HANDWERK widmet sich die Künstlerin der Wertschätzung traditioneller Handwerke, die im Zuge der Technisierung an gesellschaftlicher Bedeutung verlieren. Dabei lenkt sie den Blick auf die Arbeit mit den Händen und dem Material und lädt ein, dem Rhythmus einer anderen Zeit nachzuspüren. Mit ihrer unverwechselbaren Bildsprache entfesselt sie die Faszination für die Schönheit und die Qualität jener bedrohten Techniken und erweckt so den Wunsch, selbst aktiv zu werden‘.

Nun kommt Donata Wenders ein erstes Mal auf Einladung der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 und ihres Flagships PURPLE PATH nach Schneeberg und wird dort den Handschuhmacher Nils Bergauer und dessen Arbeit portraitieren. Bergauer selbst ist Teil einer alten erzgebirgischen Familientradition: seit 147 Jahren nähen sie in ihrer Manufaktur Handschuhe, meist aus feinem Leder, die in ihrer zeitlosen Schönheit und der ihnen eigenen Nachhaltigkeit alle Moden überdauern.
Neben seiner Manufaktur in der ehemaligen Schneeberger Wache betreibt Nils Bergauer mit seinem Partner ein kleines, feines Restaurant, in das wir Sie einladen wollen.

Begleitet von einem Nachtessen spricht Alexander Ochs, der Kurator des PURPLE PATH, mit Donata Wenders über ihre Arbeit.

Im idyllisch gelegenen oberbayrischen Bernbeuren am Rande zum Allgäu steht ein alter Heustadel, dessen Architektur so avantgardistisch erscheint, als wäre er von Bauhaus-Architekten entworfen. Der Stadel wurde von dem Zimmerer Bernd Schmölz für das Ehepaar Georg und Maria Huber gebaut. Die Hubers waren wie ihre Vorfahren Milchbauern und mussten die Milchwirtschaft aufgeben; die Erlöse waren nicht ausreichend.

Auch das Jahnsdorfer Ehepaar Diana und Peter Ziegs betrieb Milchwirtschaft, die sie aus ähnlichen Gründen wie die Hubers aufgeben musste. Heute führen sie mit großem Erfolg den Hofladen Ziegs, in dem sie lokale Produkte anbieten und vermarkten. Regelmäßig laden sie zu legendären Hof-Festen ein, hunderte Gäste kommen regelmäßig nach Jahnsdorf im Erzgebirge. Was den Ziegs fehlt, ist ein überdachter Raum, in dem sich die Jahnsdorfer:innen mit ihren Gästen treffen können. So wurde kurz und bündig beschlossen: Wir holen den Bernbeurer Stadel nach Jahnsdorf und sehen das als ein sächsisch-bayerisches kulturelles Transformationsprojekt im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt.

Im September 2023 werden also viele Jahnsdorfer:innen nach Oberbayern fahren, im Gepäck Werkzeuge und verschiedene Blasinstrumente sowie sicher auch leckere Sachen aus dem Ziegschen Hofladen. Gemeinsam mit den Bernbeurern werden sie, unterstützt von einem Team der Europäischen Kulturhauptstadt Chemnitz, den „Stadel“ abbauen und nach Jahnsdorf bringen, wo er im nächsten Jahr wieder als „Schober“ neu entstehen soll.

Die in Berlin lebende russische Foto-Künstlerin Anastasia Khoroshilova studierte an der Folkwang Universität der Künste in Duisburg-Essen, ist Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie und ihre Arbeiten werden international ausgestellt. Khoroshilova fotografiert Menschen, indem sie sich ihnen mit ihrer Kamera behutsam nähert. Einfühlsam und auf Augenhöhe, ihre Motive als „Gegenüber“ erlebend, fotografierte sie in unterschiedlichen Serien alte Frauen und Mönche in Russland, Mütter im Kaukasus, litauische Kriegsveteranen, italienische Bäuerinnen oder die Nachbarinnen und Nachbarn in ihrem Berliner Kiez.

Nun kommt sie für den PURPLE PATH erstmals ins Erzgebirge und wird dort das Ehepaar Ziegs einen Tag lang mit ihrer Kamera begleiten.

Am Montag, dem 17. Juli 2023 um 19.00 Uhr, gibt sie, moderiert von Alexander Ochs, einen Einblick in ihre Kunst. Sie und ihre Gäste werden dabei von der Familie Ziegs bewirtet.

HOFLADEN ZIEGS
CHEMNITZER STRASSE 78
09387 JAHNSDORF

Altarverhüllung zur Passionszeit // 22. Februar 2023 // Chemnitz und Freiberg

Die Kirchen der Region veranstalten gemeinsam mit der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH und dem Regionalmanagement Europäische Kulturregion Chemnitz, dem Team PURPLE PATH und lokalen Partnern die Ausstellungsreihe „Altarverhüllungen – Interventionen zur Passion“.

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler greifen die Tradition der Verhüllung der Altäre im Osterfestkreis zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag auf. Anstelle schwarzer oder auch traditioneller Fastentücher entwickeln sie eigene Formate und bringen unterschiedliche Medien wie Malerei, Zeichnung, Fotografie oder Installation ein.

Die als Altarbild-Verhüllungen entstandenen Kunstwerke werden einerseits Teil der Liturgie der Kirchen, anderseits sind sie für das Publikum frei zugänglich, es entstehen öffentliche Räume der Kunst. Den Auftakt machen am 22. Februar 2023 die Berliner Künstlerin Sabine Herrmann und der Chemnitzer Künstler Michael Morgner.

Sabine Herrmann schuf für die Apsis der Katholischen Propsteikirche St. Johannes Nepomuk auf dem Chemnitzer Kaßberg das großformatige Werk „Zeuginnen ohne Text“.

Michael Morgner verdeckt mit seiner hierfür geschaffenen, raumgreifenden Arbeit „Ecce Homo – Siehe, der Mensch!“ das 1560 entstandene Altarretabel im Freiberger Dom St. Marien.

Die künstlerischen Präsentationen werden von umfangreichen Programmen begleitet.

Außenbereich um die St. Jakobikirche Chemnitz // 17. Februar 2023 // Start 16.00 Uhr

Am 17. Februar 2023 um 16:00 Uhr werden im Außenbereich der Chemnitzer St. Jakobikirche die Holz-Skulpturen von neun Künstlern präsentiert, die zum Bildhauersymposium im Buchholzer Waldschlösschenpark im September 2022 geschaffen worden waren. Die Skulpturen-Ausstellung ist bis zum 29. Mai 2023 zu sehen.

Ort: Außenbereich um die St. Jakobikirche, Jakobikirchplatz 1, 09111 Chemnitz

Mehr dazu gibt es auf der NEWS-Seite und das ganze Programm findet man hier.

Besucherbergwerk Zinnkammern Pöhla // 26. Januar 2023 // Einlass 18.30 Uhr

Aus MakersChristmas wird ein Neujahrsfest! Dutzende Personen meldeten sich an im vergangenen Jahr um gemeinsam am PURPLE PATH Weihnachten untertage zu feiern. Leider musste die Veranstaltung jedoch krankheitsbedingt ausfallen. Jetzt gibt es einen Ersatztermin. Am 26. Januar um 19 Uhr wird die Veranstaltung im Besucherbergwerk Zinnkammern Pöhla nachgeholt! Auch die Banda Comunale wird bei dem Neujahrsfest mit dabei sein! 

Die Veranstaltung kann aus logistischen Gründen nur mit Einladung besucht werden; Interessierte können sich gerne bis zum 20. Januar 2023 per E-Mail an Tony Schediwy wenden unter tony.schediwy@chemnitz2025.de. Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr, ein Hinzukommen nach 19 Uhr ist leider nicht möglich.

entlang des PURPLE PATH // 14. Januar 2023 // 10 – 20 Uhr

Meisterhafte Orgeln und ein einzigartiger silberner Klang – dafür steht der Name Gottfried Silbermann. Vor 300 Jahren erschuf er mit seinen Instrumenten rund um Freiberg eine Orgellandschaft, die bis heute ihresgleichen sucht. Am 14. Januar, Silbermanns 340. Geburtstag, verbinden sich zum ersten Mal 32 Silbermann-Orgeln zu einem großen Klang-Netzwerk: dem Silbermann SoundWalk.
Den ganzen Tag über erklingen nacheinander alle vollständig erhaltenen Silbermann-Orgeln in Sachsen, Brandenburg, Thüringen und sogar Bremen. 13 Organist:innen aus zahlreichen europäischen Ländern laden zu 20-minütigen Kurzkonzerten ein. Zusätzlich wird es ausgewählte Livestreams bei YouTube und Facebook, immer zur vollen Stunde, geben.

Zum Programm

Ein Projekt der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025, Schmidtbank-Passage, Hartmannstraße 3 a, 09111 Chemnitz // 30. November // 19 Uhr

Sprechen zwischen den Stühlen ist der Titel einer vom Kulturhauptstadt-Pfarrer Holger Bartsch initiierten Gesprächsreihe, in der unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen, oft auch konträren Haltungen über bis heute verschwiegene Erfahrungen aus ihrer Zeit in der DDR sprechen. Das ehemalige Frauengefängnis Hoheneck erinnert nicht nur an Zwangsadoption, Folter und Menschenhandel. Die Burg Hoheneck mit ihrer Präsenz im Landschaftsbild steht symptomatisch für die Spuren, die Angst und Einschüchterung in der DDR-Zeit unter den Menschen hinterlassen hat. Was macht es mit einer Gesellschaft, dem Miteinander, dem Vertrauen, wenn sie Denunziation aus ihrer Mitte und in ihrer Mitte erlebt. Wenn sie selber zum Instrument der Einschüchterung wird. Welche Folgen hinterlässt die Erfahrung, dass jeder ein Denunziant sein könnte in Familien und der Mehrheitsgesellschaft? Biografische Abschnitte ehemaliger politischer Gefangener wahrzunehmen könnte uns sensibler und achtsamer für die Folgen der Einschüchterung unter uns allen machen. Holger Bartsch spricht mit zwei Insassinnen des Gefängnisses Hoheneck: der Religionspädagogin Eva-Maria Cramer und der Künstlerin Gabriele Stötzer. Die Burg Hoheneck liegt am PURPLE PATH und wird als Ort kultureller Intervention die Vergangenheit in vielfältiger Art und Weise aufgreifen und ihre Auswirkung ins Heute transformieren.


Eine Kooperation zwischen der Gedenkstätte Hoheneck und der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Mit der Bitte um Anmeldung bei Holger Bartsch: pfarrer@kulturkirche2025.de.

Amtsberg, Sport- und Freizeithalle Weißbach // 30. November // 9-13 Uhr

Chemnitz und seine Region sind auf dem Weg zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025. 38 Kommunen haben sich ihr angeschlossen und bilden so ein großes Gewicht in der Balance zwischen Chemnitz und der Region. Das Tempo wie auch die Intensität des Prozesses sind in den einzelnen Städten und Gemeinden noch sehr unterschiedlich. 26 Monate vor der offiziellen Eröffnung der Kulturhauptstadt stellen wir uns die Frage: Stehen wir noch oder gehen wir schon? Eingeladen sind Mitarbeiter:innen aus den Verwaltungen aller Kommunen und andere Aktive am PURPLE PATH.

Eine Veranstaltung der Gemeinde Amtsberg, des Fördervereins – FreundInnen der europäischen Kulturregion Chemnitz 2025 e.V. und des Teams PURPLE PATH. Nur mit Einladung. Bei Interesse schreiben Sie bitte an Alexander Ochs: ochs@c2025.eu oder Manuela Walter, Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung Amtsberg, an: manuela.walter@amtsberg.eu.

Hohenstein-Ernstthal, Hotel Drei Schwanen // 9. November // 9 Uhr

Bald fünfzig Museen und Galerien, große und kleine, kommunale und staatliche, private und privat initiierte finden wir in Chemnitz und den anderen Kommunen am PURPLE PATH. Was tun sie, was planen sie für das Jahr 2025 und die Jahre bis dahin. Wo gibt es gemeinsame Themen und wie vernetzen sie sich unter dem Dach der Europäischen Kulturhauptstadt 2025. Wie machen sie sich fit für Europa und wie hilft die Kulturhauptstadt den guten Ruf der sächsischen Museen in alle Welt zu tragen. Mit Maria Palm, Leiterin des Textil- und Rennsportmuseums Hohenstein-Ernstthal, Dr. Barbara Wiegand-Stempel, Esche-Museum, Limbach-Oberfrohna, Andrea Weigel, Historische Schauweberei Braunsdorf/Niederwiesa, Dr. Jens Beutmann, Kurator für “Bergbau”am smac – Staatliches Museum für
Archäologie Chemnitz, Claudia Großkopp, Direktorin Straßenbahnmuseum Chemnitz und vielen anderen.


Eine Veranstaltung der Stadt Hohenstein-Ernstthal, des Textil- und Rennsportmuseums Hohenstein-Ernstthal und der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.


Nur mit Einladung. Bei Interesse schreiben Sie bitte an Alexander Ochs: ochs@c2025.eu.

Ehrenfriedersdorf, Museum in der Zinngrube // 6. November 2022 – 30. Mai 2023

Die Eröffnung findet bereits am 5. November nach der Einweihung der Skulpturengruppe „Die Wildschweine“ von Carl Emanuel Wolff statt. 

Die Stadt Ehrenfriedersdorf und das Zinn-Bergbaurevier rund um den Sauberg haben im Verlauf ihrer über 800-jährigen Geschichte einer ganzen Reihe von Künstler:nnen als Motiv gedient. Die Ausstellung „Das Ehrenfriedersdorfer Bergbaurevier im Spiegel der Kunst“ thematisiert die künstlerische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Facetten des Bergbaus. Ihr Fokus reflektiert die Frage, wie sich historische, biografische und emotionale Bindungen und Verbindungen in den Werken der präsentierten Künstler:innen widerspiegeln.

Ehrenfriedersdorf, Sauberg // 5. November // 15 Uhr

Der 1957 in Essen geborene Bildhauer Carl Emanuel Wolff ist ein Kind des Ruhrgebiets. Er studierte bei Gotthard Graubner an der Kunstakadamie Düsseldorf, vertrat Deutschland schon 1986 bei der Bienal de São Paulo und wurde in zahlreichen Museen wie dem Lehmbruck Museum Duisburg ausgestellt. Für dieses entstand die erste Gruppe seiner aus Bronze gegossenen Wildschweine. Zum Gründungsmythos des Bergbaus in Ehrenfriedersdorf gehört die Geschichte der Wildschweine, die sich an einem Felsen rieben und dabei Zinn zum Vorschein kam. Die Geschichte gab dem Ort der späteren Zinngrube den Namen
Sauberg und hier – vor dem Museum – finden die Kunstwerke ihren Platz.

Ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Jahnsdorf, Sportgaststätte Leukersdorf // 04. November // 19 Uhr

Claudia Lappöhn, “ausgezeichnete Macherin” und Köchin aus Leidenschaft, erforscht seit vielen Jahren die Speisen des Erzgebirges. Sie teilt mit der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 die Auffassung, dass gutes Essen nie “national” war und immer aus vielen Einflüssen internationaler Migrant:innen entstand. Mit ihrer auf vier Abende angelegten Feinschmecker-Reise will sie dies beweisen.

Reservieren Sie Ihren Tisch für den ersten literarisch-lukullischen Abend: 0371 – 220 733

Chemnitz, Straßenbahnmuseum // 3. November // 16 Uhr

Schon im 16. Jahrhundert diente die aus Zinn gefertigte Figur des Bergmanns als Kerzenständer in den Kirchen des Erzgebirges. Mitte des 19. Jahrhunderts wird das Weihnachtsfest zum Lichterfest und dem Bergmann wird ein weiblicher Engel an die Seite gestellt. Seither gehört das Paar zur kulturell-spirituellen Grundausstattung des Erzgebirges und darüber hinaus. Freilich verkommen manche der heute hergestellten Skulpturen zum seelenlosen Design-Marktartikel und entwerten so Geschichte wie Wertigkeit des Paares. Die in Berlin lebende Bildhauerin Christina Doll, eine Künstlerin mit urgroßväterlichen Wurzeln in Freiberg fasst das Thema neu. Ihr Engel trägt die Züge einer vom Downsyndrom
Betroffenen, ihr Bergmann folgt einer figürlichen Idee Lucas Cranachs ebenso wie einer Fotografie eines Wismut-Kumpels aus der Sammlung des Haus Aktivist in Bad Schlema.

Mit der Bitte um Anmeldung bei Holger Bartsch: pfarrer@kulturkirche2025.de oder Alexander Ochs: ochs@c2025.eu.

Limbach-Oberfrohna, Esche-Museum // 22. Oktober // 15 Uhr

Niederwiesa, Historische Schauweberei Braunsdorf // 23. Oktober // 15 Uhr

Anja Schwörer lebt in Berlin und entwickelt aus und mit Textilien Kunstwerke. In einem Workshop vermittelt sie unterschiedliche Ideen einer Formgestaltung und eines Flächendesigns für Fahnen. Gemeinsam entwickeln die Teilnehmer:innen des Workshops unterschiedliche Muster aus unterschiedlichen Stoffen, deren Hintergrund jeweils die Farben der Wappen der am PURPLE PATH beteiligten Kommunen sein könnten. Im Zentrum der Initiative steht der Recycling-Gedanke,
also schon gebrauchte Stoffe zu verwenden. Später sollen für die Fahnen Halterungen aus möglichst gebrauchtem Material gefunden werden, um damit die Stadtkulisse aller beteiligten Kommunen am PURPLE PATH zu kommentieren, zu
verschönern und zu schmücken. So schaffen die United Flags Identität und Zusammenhang der Kulturregion 2025.

Zu den ersten Workshops mit Anja Schwörer laden das Esche-Museum
Limbach-Oberfrohna und das Museum Schauweberei Braunsdorf, Niederwiesa ein.

Eine Veranstaltung der Museen und Chemnitz Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Mit der Bitte um Anmeldung bei Dr. Barbara Wiegand-Stempel: museumsleiterin@limbach-oberfrohna.de für das Esche-Museum oder
Andrea Weigel: andrea.weigel@historische-schauweberei-braunsdorf.de für das Museum Historische Schauweberei Braunsdorf/Niederwiesa.

Neukirchen/Erzgebirge, Makerhub NETZ-Werk // 8. Oktober //

Bürgermeister Sascha Thamm lädt ins NETZ-Werk ein.

Neukirchen/Erzgebirge, Makerhub NETZ-Werk // 5. Oktober// 10 Uhr

Nach einem langen und intensiven Findungsprozess konnten im Juni 2022 acht Standorte für die Makerhubs aus dem Kulturhauptstadt Flagship-Programm Makers, Business & Arts verkündet werden. Platz finden sie in Augustusburg, Etzdorf, Limbach-Oberfrohna, Lößnitz, Mittweida, Schneeberg, Zwönitz wie auch in einem leerstehenden Autohaus in Neukirchen. Hier erleben wir den zweiten Makers Day, federführend veranstaltet von Kreatives Sachsen e.V.. Über den Ersten schrieb Jacob Strobel, Professor für Holzgestaltung an der AKS – Hochschule in Schneeberg: “Menschen laufen mit Regenschirmen über dem Kopf und mitgebrachten Sitzgelegenheiten unter dem Arm dem historischen Herrenhaus Auerhammer entgegen. Dahinter ein Bus voller rapid prototyping Technik und ein kurzfristig organisiertes Zelt. Darin, zu sehen und zu hören, Geschichten über den Weltraum, Exponate einer europäischen Design-Ausstellung, die Erfolgsstory eines bundesweit tourenden Maker Busses und begreifbare und ergreifende, (hyper-)regionale Volkskunst. Wie geht das – was irrwitzig klingt – zusammen? Sehr gut. Weil diese Menschen etwas verbindet: Der Geist des Machens, der einen Hutzenabend vermutlich ebenso inspiriert wie eben einen Makers Day”.

Eine Veranstaltung von Kreatives Sachsen e.V., Josephine Hage, und dem Förderverein – FreundInnen der europäischen Kulturregion Chemnitz 2025 e.V., Bernd Birkigt, sowie der Gemeinde Neukirchen/Erzgeb., Bürgermeister Sascha Thamm. Mit der Bitte um Anmeldung bei Bernd Birkigt: kultur@c2025.eu oder hier.

Burgstädt, Wettinhain // 3. Oktober // 11 – 18 Uhr

In Burgstädt leben und arbeiten Macher:nnen wie Peggy und Patrick Walter, die ihre Liebe zur Schokobohne im karibischen Belize auf einer Weltreise mit dem Fahrrad entdeckten. Oder Menschen wie das portugiesisch-deutsche Paar Diana und João Grincho. Während die Walters die Rohstoffe für ihre handgefertigte Schokolade Choco Del Sol aus landwirtschaftlichen Kooperativen im Süden von Belize beziehen, produziert der aus der Nähe von Lissabon stammende João Grincho köstliche Nudeln nach uralten portugiesischen Rezepten. Vielleicht sind es BürgerInnen wie die genannten, die die Stadt Burgstädt animierten sich als Teil der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 als Stadt, die genießt zu bezeichnen. Nun lädt Burgstädt zum ersten großen Genießer-Fest rund um den Taurasteinturm als einem Wahrzeichen der Stadt ein. 2025 soll der Turm eine wesentliche Rolle als Archiv für aus Burgstädt stammende Künstler:innen spielen. Kreative, die wir als die Seele einer Stadt verstehen. Und daher wird der in Berlin lebende Konzeptkünstler Via Lewandowsky ein Modell seiner für 2025 geplanten Lichtskulptur Seele schon jetzt installieren.

Flöha, alter Bahnhof // 23. September // 17 Uhr

„Da kommt nur fremdes Volk ins Dorf“ sagten die Flöhaer Bürger:innen und lehnten den Bau eines Bahnhofs ab. Trotzdem, 1862 wurde mit den Arbeiten begonnen, 1866 wurde er mit dem Start der Zschopau-Eisenbahn in den Dienst genommen. In den 1990er Jahren wurde das Bahnhofsgebäude geschlossen und ist so zunehmend dem Verfall preisgegeben. In Vorbereitung der Europäischen Kulturhauptstadt 2025 wird der Bahnhof renoviert und zum Kunstort entwickelt.
Ein erster Schritt ist getan: Mit Unterstützung der DB Deutsche Bahn und der Gemeinde Flöha schuf die in Berlin lebende Künstlerin Tanja Rochelmeyer zwei je gut 100 Meter lange Wandbilder in der Unterführung und den Aufgängen zu den
Bahngleisen. 38 farbige Tafeln stehen für 38 Kommunen am PURPLE PATH. Rhythmisch wiederholen sich die Motive. Die Künstlerin gab ihrer Arbeit den Titel „Glance“,  ins Deutsche übersetzt meint dies: einen flüchtigen Blick werfen. Vielleicht einen Blick aus dem Fenster eines fahrenden Zuges?

Lößnitz, Hospitalkirche St. Georg // 18. September // 15 Uhr

Im 19. Jahrhundert wurde in Lößnitz Schiefer abgebaut, in der Sonne schwarz glänzende Dächer zeugen ebenso davon wie verwitterte aus Schiefer gefertigte Grabsteine auf dem Friedhof hinter der Lößnitzer Hospitalkirche St. Georg. Diese soll bis 2025 zur Kunstkirche transformiert werden und die raumgreifende Arbeit Universe in a Pearl der dann 81-jährigen Künstlerin Rebecca Horn aufnehmen. Erste Schritte dahin sind der partielle Rückbau der Kirchenbänke, die Unterzeichnung einer Charta sowie die Schaffung und die Einweihung einer Tafel zum Immateriellen UNESCO Welterbe Friedhofskultur. Im Rahmen eines Gottesdienstes hält Hannes Langbein eine künstlerische Predigt. Langbein ist Pfarrer, Direktor der Stiftung St. Matthäus Berlin, Kunstbeauftragter der EKBO und Präsident der Gesellschaft für Gegenwartskunst und Kirche artheon.

Annaberg-Buchholz, Waldschlösschen Park // 17. September // 15 – 22 Uhr

Viele stellen die Frage nach der Beteiligung sächsischer Künstler:nnen am PURPLE PATH und sicher gibt der vom Buchholzer Künstler Jörg Seifert initiierte Workshop „Der Annaberger Impuls!“ eine erste Antwort. Neun Bildhauer aus Annaberg-Buchholz, Aue-Bad Schlema, Augustusburg, Glauchau, Kürbitz, Oederan und Streckewald treffen sich für zehn Tage im Wald und schaffen Kunstwerke, schnitzen, hauen und sägen Skulpturen aus Holz. Die so entstandenen Kunst-Stücke werden im Rahmen eines großen Bürger:innen- und Kinderfestes am 17. September im Waldschlösschenpark präsentiert und später in den Skulpturenparcours am PURPLE PATH integriert. Beim Fest spielen u.a. die Jazzmusiker Alfons Weber & Friends sowie Alexander Krohn und seine Band Britannia Theatre aus Berlin.

Eine Veranstaltung von Kunstkeller Annaberg e.V. und den Co-Organisatoren Große Kreisstadt Annaberg-Buchholz, Pro Buchholz, Freiwillige Feuerwehr Buchholz, Kirchgemeinde, Anna + Sascha e.V. und Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Hochschule Mittweida, Museumsdepot und Freifläche // 16 + 17. September // jeweils 11 Uhr

Die Judensau an der Wittenberger Kirche oder vereinzelte Kunstwerke bei der Kasseler documenta fifteen … auch in der Kultur erleben wir indifferente wie dunkle Haltungen und aggressive Positionen in unserer Gesellschaft, die längst überwunden schienen. Antisemitismus und Rassismus erleben auch in Deutschland eine Renaissance nicht zu erwartenden Ausmaßes. Um so mehr mag es erstaunen, dass sich gerade in den letzten Jahren viele junge Juden der so genannten Enkelgeneration in Deutschland und speziell in Berlin niedergelassen
haben. Auf Einladung des israelischen, in Berlin lebenden Foto-Künstlers Benyamin Reich treffen sie sich nun in Mittweida und beraten gemeinsam mit dem Mittweidaer Historiker Dr. Jürgen Nitsche die Inhalte ihrer Ausstellung „Die dritte Generation. Diesmal bleibt der Koffer hier“, die 2025 in Mittweida stattfinden soll.
Begleitet von einer öffentlich zugänglichen Schabbat-Feier und einer Tanz-Performance umkreisen sie kulturelle, spirituelle und politische Fragestellungen zu ihrem Leben in Deutschland. Neben Benyamin Reich nehmen rund dreißig jüdische Gäste, darunter die Künstlerin Roey Victoria Heifetz, die Schriftsteller und Essayisten Dory Manor und Moshe Sakal, der Rabbiner und Autor Netanel Olhoeft, der Historiker und FAZ-Autor Simon Strauß sowie der Tänzer Shai Ottolenghi und der Musiker Ronen Shifron teil.

Alle Veranstaltungen sind öffentlich; Veranstalter sind die Stadt Mittweida und Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Mit der Bitte um Anmeldung bei Daniel Dost: dost@c2025.eu.

Chemnitz, Stadtkirche St. Jakobi // 11. September // 11 Uhr

Die am sächsischen Jakobsweg gelegenen Kirchen verbinden sich auch durch die Kunst am PURPLE PATH. Den Anfang macht die Chemnitzer Stadtkirche St. Jakobi und präsentiert eine Arbeit des 1945 geborenen britischen Künstlers Richard Long. 1972 und 1982 war Long als ein Vertreter der Landart bei der weltweit wichtigsten Ausstellung, der documenta in Kassel. Der mit dem Turner Preis London und dem Kunstpreis Aachen ausgezeichnete Long legte 1967 mit A Line Made by Walking seine erste Arbeit vor. Er trat mit seinen Füßen einen Pfad in eine Wiese und erklärte diese zur Kunst. Seither widmete der Künstler seine Arbeit der Natur und oft auch ihrer Rettung. Das kreisrunde Werk Petrified Wood Circle (2000) besteht aus vor Millionen Jahren versteinertem Zedern- und
Rotholz und findet seinen Platz vor dem spätgotischen Flügelaltar im Chor der Kirche. Von hier führt der Pilgerweg in die Europäische Kulturhauptstadt 2000, Santiago de Compostela, in der Richard Long am Ende des Jakobsweg das Kunstwerk Camino – Hands schuf.

Aue-Bad Schlema, Kurpark Bad Schlema // 3. September // 16 Uhr

Mit Tony Cragg zieht ein weltweit aktiver Künstler in den Skulpturenparcours des PURPLE PATH ein. Geboren 1949 in Liverpool wurde er sehr früh zu großen Ausstellungen wie der documenta 7 und 8 sowie zur Biennale di Venezia, der Bienal de São Paulo oder der Biennale of Sydney eingeladen. Von 2009 – 2013 war Tony Cragg Rektor der Kunstakademie Düsseldorf. Auch in Chemnitz ist er kein Unbekannter, präsentierten die dortigen Kunstsammlungen doch 2001 eine große Solo-Ausstellung des Künstlers. Die Form der 2019 entstandenen, fast vier Meter hohen Bronze Stack könnte auch an die Darstellung aufgeworfener Erde auf der mittleren Tafel des Annaberger Bergaltars erinnern. Dieses am Anfang des 16. Jahrhunderts von Bergleuten beim Nürnberger Maler Hans Hesse in Auftrag gegebene Kunstwerk stellt eine wesentliche Initiative für die konzeptionelle Ausgestaltung des PURPLE PATH dar. Im Kurpark Bad Schlema findet sich die Skulptur Tony Craggs in der direkten Nachbarschaft zum ehemaligen Wismut-Schacht 7.0, aus dem seit 1947 in einer Tiefe von bis zu 278 Meter Uran für die Sowjetunion gefördert wurde. Durch ihn und andere benachbarte Schächte wurde der gesamte ehemalige Kurpark zerstört. Erst gegen Ende der 1990er Jahre wurden die Schächte verfüllt und darüber eine grüne Wiese gesät. Zur Eröffnung spielt das Bergmannsblasorchester Aue-Bad Schlema e.V. 

Ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Thalheim/Erzgebirge, Evangelisch-Lutherische Kirche // 14. August // 9:30 Uhr

Die Europäische Kulturhauptstadt Chemnitz 2025 entwickelt mit Prayers + Angels ein eigenes Programm für christliche, jüdische, islamische und andere Glaubensgemeinsschaften, in dessen Mittelpunkt das Format Die Europäische BergPredigt(Rede) steht. Die Evangelische Kirche Thalheim lädt zum Gottesdienst und konnte Dr. Ellen Ueberschär, die langjährige Generalsekretärin des Evangelischen Kirchentages und Vorständin der Stephanus-Stiftung, Berlin als Predigerin gewinnen.

Ehrenfriedersdorf, Innenstadt // 6. August // ab 14 Uhr

Im 13. Jahrhundert fanden die Menschen dort Zinn, heute präsentieren sie Sounds. Ehrenfriedersdorf spielt auf und lädt zum Musik-Neinerlaa. 25 Acts auf neun Bühnen und die Innenstadt wird zum großen Konzertsaal unter freiem Himmel. Ein intensives Ereignis für die Bergstadt und ihre Gäste!

Thalheim/Erzgebirge, Erzgebirgsbad // 13. August // 17 Uhr

Die Ehrenfriedersdorfer Bürgermeisterin Silke Franzl, der Kurator des PURPLE PATH Alexander Ochs diskutieren im Rahmen des Festivals Begehungen 22 im Erzgebirgsbad über Kultur, Europa und das Erzgebirge mit Bürger:innen sowie Gästen aus der Kreativwirtschaft, Kommunalpolitik und Tourismus.

Hier geht’s zur Website des Festivals.

Thalheim/Erzgebirge, Villa Neukirchner // 13. August // 15 Uhr

Auftakt zur Errichtung des PURPLE PATH ist am 13. August 2022 in der Stadt Thalheim, dort an einem historischen Ort: Der Villa Neukirchner.

Der international renommierte Bildhauer und Maler Friedrich Kunath, 1976 in Karl-Marx-Stadt geboren, präsentiert vor der, vom Thalheimer Textil Fabrikanten Bruno Neukirchner um 1890 errichteten Villa, eine siebenteilige Skulpturengruppe mit dem Titel „Include me out“.  Sechs Bronzen, Figuren hochgewachsener Fichten halten sich an den Händen. Eine Kleine scheint sich ausgeschlossen zu fühlen. Gute Kunst an einem guten Ort.

Die derzeitige Planung sieht folgende Gäste zur Begrüßung vor:

  • Nico Dittmann, Bürgermeister der Gemeinde Thalheim/ Erzgebirge
  • Staatssekretär Prof. Thomas Popp, Beauftragter der Staatsregierung für die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025, In Vertretung des Ministerpräsidenten Michael Kretschmer
  • Dagmar Ruscheinsky, Bürgermeisterin für Bildung, Soziales, Jugend, Kultur und Sport, Chemnitz
  • Sylvia Schlicke, Gemeinnützige Stiftung Tholm, Thalheim
  • Alexander Ochs, Kurator des PURPLE PATH, Flagship-Projekt des Kulturhauptstadt-Programms
  • Stefan Schmidtke, Geschäftsführer Programm, Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH

Die Präsentation findet im Rahmen des internationalen Kunstfestivals BEGEHUNGEN 2022 im Thalheimer Erzgebirgsbad statt.

Ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 GmbH.

Bilder auf der Startseite und Kunstwerke 1: Daniela Schleich; 2 -5: Ernesto Uhlmann; 6: Thomas Liebert

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