05. März–19. April 2025:
Montag - Samstag 11-16 Uhr
Sonntag/kirchliche Feiertage 11:30-16 Uhr
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Michael Morgner wurde 1942 in Chemnitz geboren. Er studierte von 1961 bis 1966 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Als Mitbegründer der Künstlergruppe „Clara Mosch“ (1977–1982) setzte er sich für künstlerische Freiheit in der DDR ein. Seine Werke, oft großformatig und in Mischtechnik auf Papier gearbeitet, thematisieren existenzielle Fragen wie Krieg, Verlust und persönliche Freiheit. Im Dom St. Marien Freiberg wird der Altar mit dem dritten Fastentuch unter dem Thema Ecce Homo verhüllt.
Der lateinische Ausdruck „Ecce Homo“ bedeutet „Siehe, der Mensch“ – der Ausruf im Johannesevangelium könnte das Lebensmotto für die Kunst Michael Morgners sein. Der gebeugte, geschundene, schutzsuchende, der aufrechte, stolze, selbstbewusste und der aufsteigende, über sich hinauswachsende Mensch – dafür hat der 1942 in Chemnitzgeborene Michael Morgner markante, abstrahierte Formen gefunden, die in vielen seiner Werke auftauchen. So bilden sie auch das Grundmuster des Fastentuches, das in der Passionszeit 2025 den Altar des Freiberger Doms St. Marien verhüllt.