Mit poetischem Figurentheater aus Indonesien, politischer Oper aus Südafrika und starkem Schauspiel aus Tschechien gehen ab sofort die drei ersten Programmhighlights des Festivals THEATER DER WELT 2026 in den Vorverkauf. Deutschlands größtes internationales Festival für zeitgenössische Bühnenkunst f indet vom 18. Juni bis zum 5. Juli in Chemnitz statt, direkt im Anschluss an das erfolgreiche Jahr als Kulturhauptstadt Europas. Das vollständige Festival-Programm wird am 26.März 2026 veröffentlicht.
Am 19. und 20. Juni feiert das indonesische Papermoon Puppet Theatre mit "Stream of Memory", einem bildstarken Figurentheater, seine Europapremiere in Chemnitz. Mit handgemachten Puppen aus Holz, Stoff und Licht verbunden mit Tanz, Musik und Video wird das generationenübergreifende Publikum von dem riesenhaften Wesen Kali auf eine Reise durch Städte, Flüsse und Wälder mitgenommen. Seit zwei Jahrzehnten gehört das Papermoon Puppet Theatre zu den wichtigsten Stimmen des zeitgenössischen Figurentheaters in der internationalen Theaterwelt. Inspiriert von der Sehnsucht nach Nähe und Verbundenheit, erzählt diese Arbeit eine Geschichte über das Erinnern, das Vergessen und die Vergänglichkeit, ganz ohne Worte.
Große Oper kommt aus Südafrika: Entwickelt von dem südafrikanischen Komponisten Philip Miller und inszeniert von Rikki Beadle-Blair und John Trengove erzählt “Nkoli The Vogue Opera” am 23. und 24. Juni die wahre Geschichte des Schwarzen Anti-Apartheit Aktivisten Simon Nkoli. Das Musiktheater ist kein biografisches Porträt, sondern ein hybrider Abend mit Musiker:innen, Sänger:innen und Tänzer:innen, die das Publikum zu einem grandiosen Ball willkommen heißen, voller Energie, Lebensfreude und mit klarer politischer Botschaft.
In Koproduktion mit dem Festival THEATER DER WELT 2026 inszeniert der gefragte tschechische Regisseur Dušan David Pařízek aktuell am Prager Theater Divadlo X “Amadoka”, einen Theaterabend basierend auf der epochalen Romantrilogie der ukrainischen Autorin Sofia Andruchowytsch. Nach der Uraufführung dort im April ist die Produktion mit einem herausragenden Ensemble am 27. und 28. Juni im Chemnitzer Opernhaus zu sehen. Die Trilogie spannt mit den Geschichten von drei Frauen den Bogen über ein ganzes Jahrhundert ukrainischer Geschichte. Ausgangspunkt ist der mythische See Amadoka, der nach der Überlieferung auf dem Gebiet der heutigen Westukraine existiert haben soll, aber heute spurlos verschwunden ist. Angetrieben von der Grausamkeit des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, sucht die Inszenierung nach einer Erzählung, wie systematische Auslöschung von Sein und Erinnerung wirkt.
Tickets für die drei Produktionen sind ab sofort unter Tel. 0371 4000-430 und www.theaterderwelt.de erhältlich.