Ein Migrant erkrankt und stirbt fern seines Herkunftslandes. Welche Bedingungen entstehen, wenn die Unterstützung von Angehörigen durch nicht überwindbare Visa- und Einreisbestimmungen ausbleibt? Und welche Leerstellen hinterlassen fehlende Rituale und Traditionen, die nicht mehr selbstverständlich im Leben einer binationalen Verbindung verankert sind? Diesen Fragen sind der Musiker Kerim Melik Becker und die Schriftstellerin Cornelia Becker nach dem Tod ihres Lebensgefährten und Vaters, dem algerischen Musiker Ahmed Chouraqui nachgegangen. So entstand im Rahmen des Art Festivals Embodied Temporalities (im Oyoun Berlin) die Installation: Häng die Erinnerung in den Wind.
Ein multilinguales und -mediales Projekt, bei dem zwölf Galabiyas zur Leinwand von visueller Poesie werden.
Eine Kooperation mit verschiedenen Künstlern. Fares Mokrani, Marie-Pierre Ficheux, Mounir Karis, Hannah Santana, Roseangela de Araujo, Dylan Greene, Jess Corb, Diana Obinja, Karl-Heinz Aubele, Kerim
Melik Becker, Cornelia Becker
Cornelia Becker. Freie Schriftstellerin und Lyrikerin. Studien: Germanistik, Spanisch, Kunsttherapie. Beteiligung am Aufbau von verschiedenen feministischen interkulturellen Projekten, u.a Literatur Frauen e.V. Berlin. Mitwirken in Initiativen wie The Poetry Project, eine Poesiewerkstatt für junge geflüchtete Menschen. Neben Publikationen von Erzählungen und Lyrik in Zeitschriften, Anthologien und Hörfunk, veröffentlichte sie Romane und Erzählungsbände.
Kechou (Kerim Melik Becker), ein in Berlin lebender Multiinstrumentalist, Produzent und Songwriter, kombiniert Einflüsse aus Gnawa, Raï, Afrobeat und Kwaito mit elektronischen Klängen und selbstgebauten Instrumenten, um einen unverwechselbaren Sound zu kreieren.