Der aus der Ukraine stammende Dichter, Schriftsteller, Essayist und Übersetzer Juri Andruchowytsch wurde bekannt durch die 1985 gegründete Performancegruppe Bu-Ba-Bu (Burlesk-Balagan-Buffonada). In experimentell-satirischen Gedichten übte die Gruppe Kritik am real existierenden Sozialismus und nahm nachhaltigen Einfluss auf die ukrainische Literaturszene. Nach Erscheinen seiner letzten Gedichtbände 1991 und 1997 widmet Andruchowytsch sein Schaffen überwiegend der erzählenden Prosa und publizistischen Essayistik, bleibt aber insbesondere in seinen Romanen seiner Vorliebe für das Vielschichtige, Schelmisch-satirische und zuweilen Grotesk-karnevaleske treu.
Er liest aus seinen Werken und kommt mit Frau Prof. Malinowski (Professorin für Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Chemnitz, Initiatorin des Literarischen Quintetts) ins Gespräch.
Die eigentliche Internationale Stefan-Heym-Preisverleihung findet am 18.03.2026 statt. Mit der Auszeichnung würdigt das Kuratorium Juri Andruchowytsch herausragendes literarisches und publizistisches Schaffen, seinen Einsatz für europäische Völkerverständigung und sein konsequentes literarisches Einmischen in öffentliche Debatten. Die Online-Anmeldung dazu ist bis zum 12. April 2026 möglich.